so zahlreicher Schriften gewesen, wenn man auf die Grundsätze achtet, dieer seihst in dieser Beziehung ausgesprochen und die im. "Widerspruche mitaller Vielschreiberei stehen, -juimlich dass man nur darüber- schreiben solle,was man gründlich 'versteht, und dass man sich immer der Kürze zu be-fleissigen habe 26 ). , ’ .
Hiermit steht ganz im; Einklänge, wenn er in einem seiner Briefe sagt,dass er keine Stunde verliere 2 ?), unaufhörlich arbeite und das schreibe, wasihm Freude mache; so wie auch die Angabe eines seiner Gegner, dass erwährend seines zweijährigen; Aufenthalts zu Cromau, viel geschrieben- unddictirt habe 28 ). Er dictirte sehr schnell, und so kam es leicht, dass-seineSchreiber ihn missverstanden, zumal wenn diese, was zuweilen vorkam , dasvon ihm deutsch gesprochene lateinisch übersetzt aufschrieben 29 ). Auch wirdangegeben, dass er zu Cromau eine Kiste mit Büchern mit sich geführt habe,
26) Er sagt selir schön (Vorrede in den andern Tr. des ersten B. der gr. Wundarzn.S. 18.): “sott in der lenge die Warheit ligen, so bette Christus zu wenig geredt.Die Warheit sol man schreiben und setzen, und wo man zweifelt, auch denGrund nicht weiss-, > das schreiben underlassen. Nemmeiid euch Exempel, wieso kurtz die Propheten- und die Evangelisten geschriben haben: Ursacli, sie ha-ben die Warheit geschriben.” ’
27) Murr Th.2. 228.'
28) Erastus IV. p» 160.
29) So heisst es in der Vita Oporiui: ad dictata excipienda excitabat: quae tarn ex-pedile recitabantur, ut daemouum instinctu ea suggeri Oporinus se putasse saepeaffirmaret. Et certe plurima ex iis , quae sunt impressa, Oporini manu scriptasunt: quae ut erat facilis, istius sectae hominibus liaud gravate communicavit;und an einer andern Stelle: quae ab Theophrasto germanice dicebautur (verna-cula enim lingua praeter morein medicinam doeuit) latine fideliter excepit. Eaquae ex materno sermone couvertisset Oporinus, vel non intellecta dictando, autin lectione confuse excepta, omnia Th. approbabat.
In einer (ungewiss ob ächten) Vorrede zu den Fragment, med. Th. V. 133.äussert Th»: “Ein ander vermeint, ich stiel mein arbeit, deren keine nie an Taggesein ist. Meine Secretarii bezeugendt, das solches vom Mund geht, Und inzehen Jahren kein Buch gelesen, öffentlich ist.”