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dass er diese seine Schätze einem zur Aufbewahrung anverlraut, oder sieveräussert hätte. Bei seinem Absterben werden bloss die Arznei- und Kunst-bücher erwähnt, über die er testamentarisch verfüget 51 ). Bass wohl daseine oder andere Manuscript durch die Secretäre unter die Leute kam, ist zuvermuthen 52 ). Allein die blosse Behauptung von einer Vererbung dersel-ben 53 ), oder dass man sie in dieser oder jener Bibliothek gesehen habe 54^gewährt noch keine Sicherheit für ihre unverfälschte Abstammung.
Die angeblich von ihm herrührenden Schriften sind so zahlreich, dass,um sie zu verfassen, ein langes Leben und eine ungestörte Thätigkeit undGemülhsverfassung nothwendig gewesen wäre. Aber man war gar leicht ge-neigt von ihm das Unglaubliche anzunehmen, und während unverständigeFreunde jene Menge als einen Beweis ungewöhnlicher geistiger Fruchtbarkeitund Vielseitigkeit anrühmten 55 ), machten die nicht minder unkritischen oderunredlichen Gegner sie zur Zielscheibe ihrer Verhöhnung 56 ). Nur selten und
51) Er vermachte dem “ maister Andreen Wendl zu Saltzburg seine Ertzney undKunstbücher”. Murr II. 265.
52) Auf der hiesigen Bibliothek findet sich “Tlieophrasti Paracelsi von Hohenheim schreiben von den Frantzosen in IX Bücher verfasset. Jetzt erstmals von einemLiebhaber der Artzney an tag geben. Basel . 1577. 8. Darin heisst es in derVorrede: Aus einer Handschrifft vom Johannes Oporinus “alss er noch inn derjugent des Theophrasti Auditor gewesen” nebst einigen Anmerkungen, wahr-scheinlich ;von Adam von Bodenstein . Der Buchdrucker hatte das Manuscriptzu Colmar gekauft.
53) Kaufmann Ranftl zu Salzburg habe von Kaufmann Kaiser Manuscripte Theo-phrast’s geerbt, die so an das Kloster Kremsmünster gelangten (Stephan a. a. 0.S. 460.).
54) Morhof Polyhistor. L. 1. c. 15. §• 16. p. 119.: Adhuc supersunt in IV Evangeli-stas Commentaria, quae lingua Germanica scripta, in Bibliotheca Isaaci Vossii la-titant, in qua ipse ego vidi!
55) H. Scheunemann bemerkt in der Epistola dedicatoria seiner Paracelsia, datirtBambergae 1609: ducentos et triginta libros in philosophia scripsit, duodecim deftepublica emendavit, septem in mathematica construxit.
56) Valentius Antraprassus Siloranus (Theoplirast’s Werke Th. IV. 10.) und Valen-tius de Retiis (ebend. Th. VI. 99.), sowie Leo Suavius Catalogus operum etlibrorum Paracelsi. Parisiis. 1567. p. 15.
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