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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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Grundstein gelegt, und viele Theosophen seyen durch seine Schriften veran-lasst worden, den neuen Weg zur Wahrheit und Glückseligkeit zu betreten,der sie so weit von aller menschlichen Weisheit abführte; oder 142 ):er seyfür den Anfänger der Platonischen Theologie zu halten, nicht allein weil ermit seiner Lehre zuerst hervorgebrochen, sondern auch, weil die andern sichgemeiniglich auf ihn, als ihren Lehrmeister, berufen; oder wenn es andern-theils heisst 143 ):Summa Summarum es ist diese Theologia in den Theo-phrastischen Schriften nicht des heiligen Geistes, sondern des leidigen Teu-fels, so fragt sich, ob er denn in der That zu solchen Aussprüchen wesent-liche Veranlassung gegeben? Hierauf lässt sich erwidern, dass im Allgemei-nen keine tüchtige reformatorische Bestrebung jener Zeit dem religiösen Ele-mente sich entziehen konnte. Dazu kam, dass Th. die innige Beziehung sei-ner Kunst zu jenem Urquell, von wo alles Vermögen ausgeht, tief erkannte.Er ruft aus 144 ):Wir sind irdisch leuth mit einander und haben nichts inder Schul der Erden, denn narrheit: darum werden wir gewiesen zu suchenim Reich Gottes, in dem alle Weisheit liegt: des Spruchs mag sich dep Arztnicht erwehren.

Auch erscheint er in seinen Schriften überaus bibelfest und vergleichtsein Thun wie sein Leiden oft mit denen der Märtyrer. Auch wäre es nichtzu verwundern', wenn er hierin noch weiter gegangen wäre. Denn geradebei den Besseren 143 ) war es ein Bedürfniss des Herzens, den letzten Grundaller Erkenntniss und vor Allem die christliche Wahrheit in der heiligen

Jena . 1812. S. 163.). Jacob Bruckerus (hist. crit. philosophiae. Lips. 1766.T. IV. P. 1. p. 646.) nennt den Th. einen verirrten Theosophen.

142) E. D. Colberg Das Platonisch - Hermetische Christenthum. Frankfurt . 1690. 8.S. 179.

143) Elias Schadäus a. a. 0. S. 94.

144) Labyr. Med. Cap. 1. Th.I. 198.

145) Selbst Luther soll im Anfänge zur Mystik sich hingeneigt haben; allein wasman als Beweiss dafür anführt (nämlich die Vorrede zur Deutschen Theologieoder zu Lichtenbergers Weissagungen: Werke. Haller Ausg. Th. XIV. S. 204.u. 231.), will mir nicht hinreichend scheinen. Reuchlin jedoch huldigte derKabbala, besonders im ersten Buche seiner Schrift de art. cab. in Artis Cabal.Script. T. I. Basil. fol. p. 611. etc.