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sehr, als daselbst die hohe Schule gestiftet (1460), die Stadt (1501) in deneidsgenössischen Bund aufgenommen und (1520) die Pieformation der Kirchezu Stande gebracht ward. Sie ward bald ein Vereinigungspunkt für vielelüchtigd, kenntnissreiche und aufgeklärte Männer, so wie ein Zufluchtsort fürsolche, welche, ihrer Ueberzeugungen wegen, von anderen Orten vertriebenwaren. Sie war die einzige Deutsche Universität; welche einen der geflüchte-ten gelehrten Griechen in ihren Mauern hatte 165 ). Hier fand Ulrich von Hut ten (1522) auf eine kurze Zeit eine Freistätte. Noch von manchen anderenvorzüglichen Männern-wird Aehnliches berichtet 160 ). Aber buch von manchemMissgeschick wurde ’ die rieu aufblüheridle'Baseler Anstalt heimgesucht. DieKämpfe der Zeit, die ivligiöseh Zwistigkeiten brachten Unfrieden unter ihreMitglieder;, einige zogen 1 fort, andere'wurden ausgetrieben, so dass es ihrnicht selten eben so sehe an Studenten 167 ) vvie an Professoren 16s ) gebrach,und ihre Neider und-Feinde, das Gerücht ausbreiteten, die ganze Universitätliege in Trümmern 169 )-. ■ < ' * • t •
165) Wobt Andronicus Contoblacas. ,M. vgl. Heeren Gesch. des Studiums der dass.Liter. B. 2. Gott. 1801. S. 142. und 165.
166) Johannes Epiphanius, des Herzogs von Baiern Leibarzt, kam flüchtig dorthin,weil er in München an verbotenen Tagen Fleisch gegessen; 6 andere hatte derHerzog desswegen köpfen lassen (Thomas Plater. Herausgegeben von Baidinger.Marburg -. 1793. 8. S. 148.).
Beatus Rhenanus , der Freund des Erasmus, lebte dort ob doctissimorum lio-minum, optimorum virorum, consuetudines atque familiaritates (Sturmius vitaBuderi. Jenae. 1740. 8. p. 53.). •
167) Als Thomas Plater neben Oporinus Professor war und jenen der Stadt-Schreiber fragte, “wie es doch zugienge, dass es in der Universität nit rechtwölt abstatt galin?” antwortete jener (a. a. 0. S. 203.): “mich bedunckt, derProfessoren seyen vil zu vil, denn ihren sind oflt mehr denn Studenten.”
168) Vita Oporini: Dissipata tune plane erat Academia, et professores partim ejecti,partim sua sponte urbe cesserant.
169) Oekolampadius schreibt im July 1531 an Zwingli , was Bär erst in einem Pro-gramm vom J. 1532 meldet; “die Basler Universität sey nicht in Trümmern. . .Er, der Rector, Oswald Beer, docire die Medicin aus dem Hippocrates und Ga-len” (Hess Lebensgesch. Joh. Oekolampads. Zürich . 1793. S. 389.).
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