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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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50
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Sie hatte jedoch in sich eine regeneratorische Kraft und aus dieser gingdie Berufung Theophrasts hervor. Er sollte die durch den Abgang vonWilhelm Koch (Copus) erledigte Lehrstelle der Medicin übernehmen, und durchseinen schon begründeten Ruhm einen neuen Glanz über sie verbreiten 17 °).

Er selbst sagt darüber in seiner Epistel an einen ehrsamen Rath derStadt Basel 171 ):So ich nun alle meine Stand und Dienst, bey Fürsten, Her-ren und Stätten begeben, und auff beger E. G. und Gunst allhier in ewerStatt zogen.

Am 5. Junius 1527 kündigte er durch ein kurzes Lateinisches Programman 172 ), dass er gesonnen sey, 2 Stunden täglich seine eigenen Bücher überMedicin, Physik und Chirurgie zu interpretiren, um die Erkenntniss und Kurder Krankheiten den Wissbegierigen einzuprägen, und zwar in guter alterWeise, ohne Beachtung fremder Auctoritäten, so wie die Natur selbst es gut-heisse und er durch Nachdenken und Erfahrung es gebilligt habe. Er be-merkt zugleich, dass ihm ein reichlicher Gehalt wäre angetragen worden

Seine Vorträge verbreiteten sich über fast alle Theile der Medicin undüber manche ihrer Hülfslehren. Mehrere derselben sind noch vorhanden,oder werden doch als solche bezeichnet, die von ihm gehalten und zur Her-ausgabe vorbereitet oder von seinen Zuhörern als Collegienhefte nachgeschrie-ben worden sind 174 ).

170) Eine Uebersicht der damals in Basel wirkenden Gelehrten gibt P. Ochs Gesch.der Stadt B. Band V. 1821. 8. S. 386. Vollständiger jedoch: Athenae Rauricaes. Catalogus Professorum Academiae Bas. Ab A. 1460 ad a. 1778. Basil. 1778. 8.

171) Chirurg. Schriften S. 679.

172) Th. VII. gleich vorn.

173) ebend. amplo Dominorum Basileensium stipendio invitatus. Er nennt sich utrius-que medicinae doctor et professor. Ebenso unterschreibt er sich schon 1526 inseinem Briefe an Clauser, wie 1527 in dem an die Studenten in Zürich Pliysi-cus et Ordinarius Basileensis. . In der genannten Epistel (Clxir. Sehr. S. 679.)führt er sich auf alsOrdinari und rechten Stattartzt.

Conr. Gesner lässt ihn in seiner Bibliotheca schon 1525 zu Basel geblü-het haben; aber Suavius (p. 12.) bemerkt: falso scriptum, eum anno 1525Basileae floruisse, ubi quidem legendo et medicando aliquot menses transegit.

174) Lateinisch nachgeschrieben: de morbis ex tartaro oriundis libri duo ab ipso Au-