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Zur Würdigung des Theophrastus von Hohenheim / von Karl Friedrich Heinrich Marx
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56
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mus sein Haus angeboren hatte und welcher ihn verehrte und liebte 198 ). Fro-hen war von einer bedeutenden Höhe herabgestürzt und bekam einige Zeitdarauf die heftigsten Schmerzen im rechten Fusse. Es fehlte nicht an Aerzlen,die auf eine Amputation antrugen; allein Th. verschaffte ihm Schlaf und stellteihn überhaupt so weit wieder her, dass jener zwei Mahl zu Pferd nach Frank­ furt reisen konnte. Da der Iveconvalescent sich abei nicht schonte und' denllath des Arztes zu wenig befolgte, bekam er, wie früher in den Fuss, sonun in die rechte Hand eine Unempfindlichkeit, und als er von neuem einenFall that, stellte sich Lähmung und Tod durch Schlagfluss ein 199 ).

Der Streit mit einem vornehmen Kranken, dem Domherrn Cornelius vonLichtenfelss , oder vielmehr mit dem Rathe, der jenen nicht anhielt, seinemgegebenen Versprechen, nach erlangter Gesundheit ein bestimmtes Honorarzu entrichten 20 °), nachzukommen, ward Veranlassung, dass Th. Basel verliess.

Wahrscheinlich war sein Boden durch Missgunst und Gegenwirkungenbereits unterminirt, und er, bei seinem unruhigen Naturell, nicht mehr auf-gelegt an einem und demselben Orte länger zu bleiben. Denn von nun anbis zu seinem Tode halle er keinen festen Aufenthalt mehr, sondern lebtebald hier, bald dort.

Ueber die Zeit, wie lange er in Basel verweilte, sind keine bestimmtenAngaben vorhanden 5 jedoch aus verschiedenen Umständen, und auch aus demUmfange seiner dortigen Wirksamkeit lässt sich schliessen, dass sie wenigstenseinige Jahre, vermuthlich zwei, betragen habe 201 ).

198) Erasmus äussert sich über den Verlust seines Freundes (Opus Epistolar. Ba-sil. 1538. fol. p. 901.): fratris germani mortem moderalissime tuli, Frobenii de-siderium ferre non possum.

199) Ausführlich' erzählt diese Geschichte Melch. Adam (Vitae Germanorum Philo-sopliorum. Haideiberg. 1615. 8. p. 64.).

In dem (höchst wahrscheinlich unächten) Briefe des Des. Erasmus (als Ant-wort auf den ebenso verdächtigen Brief des Th., der ihm, bei seinen Steinbe-schwerden , ärztliche Hülfe anbot: ut habeas et medicum et medicinain) heisstes: Frobenium ab Inferis revocasti.

200) Nach Wurstiseü (B. 7. Cap. 18 am Ende) versprach erhundert Guldin,schickte aber, nach der Heilung, blos sechs.

201) Ger. Dorn (Pliilosophia Paracelsi Collectanea. s. a.) bemerkt in der Apologia: