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schliessen, da den einzelnen Ländern eine gegenseitige Unterstützung undFreundschaft gar wohl anstelle 372 ). Mit geringen Dingen würden nichtseilen grosse Uebel geheilt 573 ).
Eine populäre Medicin sey nicht nur wünschenswert!!, sondern Pflicht.Der wahre Zweck der Arzneikunst sey der Kranken Hülfe 574 ); darum müssteauch die Kenntniss der Mittel allgemein werden. Die Aerzte würden dadurchnicht beeinträchtigt, denn Erfahrung und Ordnung würden nie zum Gemein-gut. Schön wäre es aber, wenn Jeder sein eigener Hüter scyn könnte 575 ).
Th. kannte die giftigen Arzneistoffe so genau als einer seiner damaligenKunstgenossen; aber gerade deswegen, weil er mit ihnen vertraut war, ver-ordnete er sie nur mit der höchsten Vorsicht. Da er wirksame Mittel liebteund grosse Curen damit ausrichlete, so wurde ihm der Gebrauch der Giftezum Verbrechen angerechnet. Diese Beschuldigung weisst er jedoch entschie-den von sich, und fordert, dass man seine und seiner Ankläger Recepte zurUntersuchung nach Nürnberg schicke 373 ), wo Kaiser Karl V. , während sei-nes Aufenthalts in Worms 1521 das Reichsregiment angeordnet hatte.
muss man Griechische Artzney brauchen den Teutschen: ist gleich als mit demTuch, je weiter je besser, das lieimsch das sein werme auch gibt, wirt veracht.
572) Grosse Wundarzn. B. 1. Tr. 2. Cap. 6. S. 28. Dieweil je ein Land dem andernhülflich und nützlich seyn mag, und da eine angeborne Freundschaft von Gott verordnet ist.
573) ebend. Cap. 3. S. 26. Mit schlechten Dingen werden grosse Ding geheilet, undmit grossen Dingen viel Dings verderbet. Dann wann der Artzt in ein Ihor-heit feilt, so feilt er in ein grosse, wöllends olft bessern, so Yerbösern sie es.
574) ebend. Cap. 6. S. 29.
575) Beschlussrede zum Buch von den Tartar. Krankh. Th. II. 339. Die Galenistenwollen nicht und können nicht leiden, das die Artzney inn erkanndtnuss desGemeinen manns komme, sondern bey ihnen in eigner nutz bleibe. Gedenckennicht, das nichts destomiuder, Artzet seyn würden, ob gleichwol ein jedlichereiner wehre. Dann ob schon die Medicamenta bey allen krancken seindt, sosolt ihr doch wissen, das die Experientz und Ordnung nicht bey einem jedlichensein mag. Wiewol ich leiden möclit und gedulden, das ein jedlicher sein selbstHirt möclit sein.
576) Die Dritte Defension. Th. II. 171. Führet es gehn Nürnberg aufl die Beschaw wasich und jr für lrecepta schreiben, und sehend in selbigen, wer Gift braucht der nit.