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Einleitung.
Vorurteilen seines Jahrhunderts, machte man ihn nicht allein zum Zauberer,der durch den bösen Geist, den er in einem Kristallglase eingeschlossen bei sichführte, zukünftige Dinge vorhergefehen, und den Churfürsten und dieChurfürstin bezaubert, auch viele Menschen durch Zauberei ums Lebengebracht; sondern er wird noch überdem eines Mordes und Straßenraubesbeschuldiget, den er nebst andern an einem Mönch von Verona und Besitzerdes Steins der Weisen soll verübt haben. Es ist solches eben derselbeThurneisser, den verschiedene Theologen seines Zeitalters als einen frommenMann gerühmt, welchen Gott mit vielen löblichen Tugenden und Gabenreichlich gezieret, um dem Hause Brandenburg große Dienste zu leisten, undwelchem der Churfürst schriftlich und unter seinem Siegel die herrlichstenZeugnisse ausstellen lassen. Wenn ihm von einigen Schuld gegeben wird,daß er mit seinem jüdischen Wucher und auf Pfänderleihen, die Markausgesogen, silbernes und goldenes geraubtes Kirchengeräthe an sich gekauftund eingeschmolzen, und große Schätze und Reichtümer zusammengebracht,bis er endlich wegen falscher alchymistischer Streiche heimlich davon gegangen:so erhält er dafür von andern das Lob, daß er als ein mitleidiger, gutherzigerMann den Vornehmen, die herunter gekommen, und Armen gerne und willigGeld geliehen, so daß er selbst dadurch vielfältig große Summen verlohrenhätte; auch an Kirchen und deren Zierraten wäre von ihm vieles verwendetworden: unter andern hätte er die Klosterkirche zuBerlin, beider er gewöhnet,repariren und das Bild des heiligen Franziskus neu machen lassen.
Es ist garnicht unerwartet, daß ein Arzt, der weder auf höhern noch"ledern Schulen gewesen, und der in einem Lande Lehren und Kurarteneinführe, die fremd und noch nicht in Achtung sind; der sich berühmt, daßer neue und wichtige Entdekkungen zu besserer und sicherer Erkänntnis derKrankheiten gemacht hätte, auch chpmische neu erfundene geheime Mittel, die
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