der Chymischen Aerzte rc. 2.7
in Asien brauchen den Stein der Weisen nicht allein zur Verbesserung der Metalle,sondern auch nach dem Vorgang des Arnolds und Lullms, zur Verfertigung undVerbesserung der Aedelgesteine. Die Verehrer der Kunst und ächte Rosinkreuzerhaben hier Gelegenheit, sich aus den ehemals unsäglichen Schätzen des Großmogolsvon dem Segen der Toleranz zu überzeugen, und aus den Reichtümern des LordClive, des Sir Thomas Rumboldö und anderer ostindische» Miilionairs, ihreBeweise zu nehmen, daß die Goldmacher in Indien noch immer das ihrige thun,um das Land ihres Aufenthalts, wo nicht ruhig, doch reich zu machen.
Die europäische Fürsten hatten von Anfang an die Glükftligkekt, Adepten inihren Ländern zu besitzen, von sich gestoßen, und sich fo fürchterlich gemacht, daßLullius aus England und Spanien, Flamcl und Zeccarie aus Frankreich, undMorienus aus Italien flüchteten. Die brkttlfchen und schottischen Philosophenwurden durch die innern Unruhen im Lande nach den Orkadischen Inseln getrieben.Auch in Teutschland Hatten die Feuerphklosophen, gleich von den ersten Zeiten an,widrige Schikscue und muften sich verborgen halten. Nicht der Haß der Europäer»och ihrer Fürsten, war ihnen entgegen: sondern deren unumschränkte Liebe zurKunst und Zudringlichkeit, fiel ihnen beschwerlich; weil sie mit Gefahr verknüpftwar. Wahre Adepten wurden totgeschlagen und Betrüger ausgehänget. Wenndie Fürsten auch nur zurükhaltende finstere CHmni'ker für Adepten hielten: so faßtensie schon eine solche gewaltige Neigung zu ihnen, daß sie diese Zeit Lebens nicht vonsich lassen wolten. Die teutsche Nazkon liebte ebensals die Kunstgenüssen bis zumTotschlagen, so wie die Franzosen. Flamel, der r;8r zum Vesiz des Steins -erWeisen gelangte, hatte seine Weisheit aus den Handschriften eines verbranntenRabbiners geschöpft, welcher sie einem alten ostindische» Adepten ') geraubek,nachdem er ihn vorher heimlich ermordet hatte: ob er gleich zu seinen Vorfahrengehörte, und nach Paris gekommen war, um ihn freundschaftlich zu besuchen undihn gsüklich zu machen. Denis Zeccarie, ein Aedelmann aus Guienne, Hatte zuParis studirt, und durch Zufal das Geheimnis erlangt. Er verrieth sich selbst
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