)6 Gelehrte Reisen und Wanderschaften
Gesners und also in der lezten Hälfte des sechszehnten Jahrhunderts einige«ekromantische Schulen zu Granada, Sevilien, Toledo, Corduba und Salamancaübriggeblieben; wo diese Künste heimlich und in Gewölben unter der Erde gekehretwurden. In Salamanca war D. Faust unterrichtet worden: er gehörte unter diefahrende Schüler, (Sckolsüici vakanter) die in Teutschland Herumzogen, Sonnen-«nd Mondfinsternisse verkündigten, Kalender herum trugen, und sich überdem mitGeisterbannen, Schazgraben, Chiromantie, Nativi'tätstellen, wie auch mir damalswenig bekannten physikalischen und chymischen Experimenten und dergleichenabgaben, um damit Geld und Unterhalt zu verdienen; wovon die Jtaliäner, dienoch jezt mit der Zauberlaterne, Wettergläsern, Bologneserflaschen, Elektrophoren,Heronsbrunnen, Elektrisiermaschinen und allerlei gelehrten Spielwcrken herumwandern, ein Ueberbleibsel und Abkömmlinge sind, nur mit dem Unterschiede, daßjene ein mehr gelehrtes Ansehen hatten, und daß ihnen die Unwissenheit derMenschen, Furche, Bewunderung und großes Aufsehen erwekte.
Nimmt man alle diese von S. 18 an bis hkeher aus den Schriften der Alchy-misten und ihrer Vorredner angeführte wahre, übertriebene, von ihnen falschvorgetragene, auch gänzlich erdichtete Nachrichten undZusäzze zusammen, so wie siedurch herumgehende Gerüchte entstanden, und durch Schriften weiter ausgebreitetworden: so wird man den Grund einsehen, warum Naturforscher und Aerzte, wieauch angehende chymifche Philosophen des ftchszehnten und der vorhergehendenJahrhunderte ihre Wanderschaften so häufig nach den Morgenländern, nachSpanien und den nordische Gegenden richteten, und so viele Jahre daraufzubrachten. Es waren die Kampfers, Solanders, Banks, Försters, Kalms,
Hassel-
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