der herrlichen Eigenschaften des Steins der Weisen. 4;
Gab es unter diesen christlichen Adepten wirkliche Philosophen: so war ihnennicht unbekant, daß der Besiz großer Reichtümer nicht glüklich macht, nochinnerliche Beruhigung giebt; sondern vielmehr auf Abwege führt. Sie sahen,daß diejenigen, die den Stein der Weisen am eifrigsten suchten, aus ekteln Begierdendazu angetrieben wurden: und diesen gaben sie vielleicht mehr zufällig als ausVorsaz, Gelegenheit, durch Armuth, Noth und Kummer zur vernünftige»Erkäntnis zu gelangen. Sie verwirrten mit ihren Schriften die Neugierigen,Habsüchtigen, Ehrgeizigen, um sie von üblen Wegen abzuleiten, und sie unnüzzu beschäftigen, damit sie von bösen Handlungen, in die sie sonst durch Müßiggangverfallen wären; zum Gebeth, Gutes zu thun und ein frommes Leben zu Ohren,geleitet würden. Denn es wird in ihren Schriften allemal vorausgesezt, daß sieohne das nimmermehr zu diesem Geheimnis gelangen könten. Allen Sünder»war der Zugang versperrt. Sie wurden ermähnt, erst Buße zu thun, und Gottum die Gnade anzuflehn; sie musten angeloben, ihm zu dienen, fleißig zu bethen,allen Pracht, Hoffart und Ueppigkeit zu vermeiden, vorzüglich den Armen undNotleidenden zu helfen, Klöster und Kirchen zu stiften, und andere mit ihrenGütern zu bereichern, und das Ihrige freiwillig dazu hinzugeben: um schon vorherdurch gute Werke den Beistand des Himmels zu erwerben. Sie versichern inihren Schriften: wenn einer von Ungefähr zu dem Besiz des Geheimnisses gelangenmöchte, ohne sogleich sein sündlkches Leben zu bessern; so würde ihn der Teufelgleich bei der ersten Sünde *) in tausend Stükke zerreißen, so daß kein Gebein vonihm übrig bliebe. Es war der gewöhnliche Weg, durch dieFurcht vor dem Teufel,Frömmigkeit, Tugend und Moral zu predigen und alle Nebenwege, als Ablaß,Anbetung der Heiligen u. s. w. statt des Hauptweges zu empfehlen.
Wie die Mystiker und Theofophen, zu welchen auch Parazeksus gehörte, sichmit der Alchymie abgaben: so wurde die Schreibart der Alchymisten, besondersim vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert, immer dunkler und verworrener.Sie mischten Offenbarungen und andre Grillen ein, die ihnen bei tiefem Nachfor-schen eingefallen waren: und wolten alles Licht in sich selbst finden, um aus der
F z Finsterniß
^«renm veUm es», cü. p. i6o. 177.