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ThuweMrö Begebenheiten und Reisen voni5zo bis 1570.
EeonhardThurneksser zumThurn, wurde 15 z 0 zu Basel geboren. Sein Vater, Jakob,eln Goldschmid, den andere für einen ehemaligen Hauptmann unter den piemomtesischen Truppen ausgeben, hielt ihn an, diese Profeßkon zu erlernen: und ließ ihn-aber in den Lehrjahren dem D. Johann Huber, einem praktischen Arzte zu Baselund nachmaligen Professor, aufwarten. Er half ihm Kräuter sammeln, Arzeneienbereiten, und mußte ihm zuweilen aus den Schriften des Parazelsus vorlesen.Dadurch bekam er Lust zur Arznelwissenschaft, besonders zur Botanik; und da ersich nachmals bei seiner Profeßkon als Goldschmid mit dem Schmelzen, Abtreibenund Zusätzen der Metalle beschäftigte: so gab ihm solches eine Neigung zur Metal-lurgie, Naturhkstorie und zur Chymie. Sein Vater ließ ihn sehr frühzeitigHeiraten. Bereits im sechzehnten oder siebenzehnten Jahre seines Alters fing er seinHauswesen an. Die Unvorsichtigkeit der Jugend brachte ihn bald in einen ÜbelnHandel und in unangenehme Weitläufigkeiten. Ein gewisser Johann Calderkn,oder Schönengel, Bürger zu Basel, der Geld brauchte, gab ihm Pfänder, beiden Juden zu Wies, einem Dorfe in der MarkgrafschaftBaden, zu versetzen; undweil er gern verstekt bleiben wolte: so gab Thurneksser seinen Namen dazu her.Schönengel veränderte fast alle Woche die Pfänder, damit man deren Abgang beiihm im Hause nicht merken solte, gab andere, bezalte Thurnekssern die Zinsen unddieser den Juden, ohne sich Quittungen geben zu lassen. Nach Jahr und Tag,wie sie zusammen rechneten, forderten die Juden die Zinsen vom ganzen Jahre,und walten das lezte Pfand nicht eher herausgeben, bis er die Zinsen bezahlte, oderdafür andere Pfänder brächte. Thurneksser wußte sich nicht zu helfen; er hattedas Geld zu den Zinsen erhalten, und mußte nun für seine Unvorsichtigkeit bezalen.Baares Geld hatte er nicht: deswegen nahm er aus Kausmansladen seidene undandere Magren auf Borg, und versezte sie den Juden. Die Zeit der Auslösung
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