;8 Thmneissers Begebenheiten und Reisen
Profeßion. Weil er ein und ein halbes Jahr fast Tag und Nacht arbeitete: soverdiente er mit Ringen, Wapenstechen und anderer Goldschmidsarbekt, wie er sichselbst rühmet, an 520 Kronen. Zu dieser Zeit hatte ihn seine große Erfahrungund Käntnis in Bergwerkssachen in Ruf gebracht, so daß ihm die EberswaldiftheGewerke in Tyrol die Aufsicht über ihren und anderer Privatpersonen Bergbauauftrugen. In Kostniz oder Konstanz erfuhr er, daß feine zurükgelassene Frau,Margaretha Müllerkn, wegen büslkcher Verlaßung gegen ihn geklagt, daß dieEhescheidung geschehen, und sie sich wieder verheiratet; ihm aber der Rath zuBasel das Bürgerrecht genommen hätte. Um sich zu trösten, verehlichte er sichwieder mit Anna Huetlins, des Goldschmids zu Kostanz, Heinrich HuetlinSTochter; bei dem er bisher in Arbeit gestanden: und zog mit ihr 1558 nachTaren;'), einem Dorfe des Gerichts Pmbst, im obern Jnnlhal, und bauetedaselbst, wie auch zu S.Leonhard am Schürrgant, einem Berge am Antcsbach,Bergwerke aufseine Rechnung, und legte eine eigene Schmelz- undSchwefelhütte an.Das Aufsehen, so er mit seinen neuen Anlagen, Hütten und Bergbau machte; gabGelegenheit, daß verschiedeneGelehrte nach Tarenz kamen, wenn sie in der Gegend reuseten, um seine Anstalten und Wirtschaft anzusehen. Unter diesen zählt er den päbst»lichen Nunzius und gelehrten Bkschofzu Capo in Jstrien, Peter Paul Vergerius, denHkeronymus Cardanus und andere mehr, die ihm ihre Verwunderung und Beifalbezeugten. Der Graf Ladislaus von Hag gab ihm die Aufsicht über die Bergwerkein seiner Grafschaft, und die Direkzion über die Bergknappen und deren Arbeit.Nach und nach wurde er dem Kaiser Ferdinand bekant, welcher ihm als Landesherr
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„vder was hat Dauid Knopf zu Münster inn Westphalen mit Postieren, vnd der Alt„ Hans mit treiben auff Goldt und Silber, für fürtrefflicher herlicher arbeitten gemacht,„welcher aller die ich genent hab, schier ein jeglicher eines besunderen Lands, vnd Nester,„vnd kaum zween vnder jnn allen erfunden die in einer Skat geboren vnd erzogen worden„seindt." Der vorher genante Mosetzer, ist sehr wahrscheinlich Harms Maslitzer, derzu der Zeit in Nürnberg lebte und von Doppelmayern in den Nachrichten von Nürn-bergischen Mathematicis und Künstlern S. 203. aufgeführet wird. Ein Mosetzer istnicht bekant, und Thurneisser nahm es, mit der Rechtschreibung der Namen, so genaunicht.
^rcbiäoxL in der Zuschrift« §, XII. n. Vlli. Pison. S, 17 0. Ausschreiben H- S. 8,u.f.