6c> Thmneissers Begebenheiten und Reisen
Gehilfen genommen, und ihm während seiner Abwesenheit die Aufsicht über seineSchmelzhütte und Bergwerke übertragen: er Hatte aber in der Zeit nicht alleinden Bergbau vernachlaßrget, sondern auch eknsmals durch seine Schuld dieSchmelzhütte abbrennen lassen; wodurch Thurneksser in große Armut und Schuldengekommen wäre, wenn nicht die Regierung zu Jnspruk i;66 ihm ein Kapital von700 Gulden ') vorgeschossen, um wieder Schmelzwerke und besonders eineSchwefelhütte anzulegen. Worauf er von neuem den Bergbau mir ziemlichemGlnk betrieb. Es ist ein Anschreiben der Tyrolischen Kammer vom i z.Septemb.i;66 unter seinen Papieren; aus dem man siehet: daß sich die Kammer mitThurneissern dahin verglichen, daß sie ihm allen geläuterten Schwefelnden erverfertigen würde, abnehmen, und den Zentner mit vier Floren bezalen wolte. Eshat ihm auch der Graf von Hag von Zeit zu Zeit mit ansehnlichem Geldvorschußzu dem Bergbau bekgestanden, und mit ihm i ;66 zwölf Kuxe zu S. Bartholomäiin Tyrol erkauft, welche ein güldifcheö Blekerzt zur Ausbeute gaben»
Um diese Zeit wurde der Rufvon seinen glüklkchen Kuren immer mehr und mehrin feiner Gegend ausgebreitet. Es findet sich unter seinen Briefschaften ein Schreibe»des vorhergedachtenGrafen LadislauS von Hag, vom ro.Jul. 1566, darin erThur-,,neissernbkttet: er möchte ihm in seiner Krankheit dienstlich seyn, und nach Hag kom,„men, und seine Schriften mitbringen, wenn er etwa« darin fände, daß ihm dienlich„ seyn könte, wie erden« guteHofnung zu ihm hätte, weil er wüste, daß er in Krank,„hektsfachen wohl erfahren wäre." Dieser Graf war der lezte seines Hauses: erstarb im folgenden Jahre, und das Haus Barern kam zum Besiz der Grafschaft.Im Jahr r 567 schifte ihn der Erzherzog nach Ungarn und Böhmen, um in LeidenReichen die Bergwerke zu untersuchen. Thurneisser rühmt sich, daß er 15 68 inUngar« bei der kaiserlichen Annee, die gegen den Sultan Solkman zu Feldegestanden, großeKuren und besonders in der Bräune verrichtet hätte. Wie er dieböhmische Bergwerke besähe: so wurde er einem Grafen, Joachim von Schlik,Landvoigt in der Oberlausniz, bekam; der ihm nachher sehr beförderlich war.Man bemerkt aus einigen Stellen seiner Schriften: daß er sich, dir lezte Zeit feines
Auf,
>) In einer Seidelfchen Handschrift wird diese Summe bestirnt.