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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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61
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von r;zo bis 1570. 6r

Aufenthalts knTyrol, durch seknenStolz und Großthun bei dem Adel und Hofleutenin Misgunst und auch in Schulden gesezt hat. In einem Verzeichnis seinerMobilien, die er zu Pmbst gelassen, und die 1577 daselbst verkauft worden, komtunter andern sein gemaltes Bildnis vor, in Lebensgröße,. auf welchem er km Küraßund Helm, oben sein Wapen, und hinter ihm eine große Feldschlacht, vorgestelletwar, als wenn er ein großer General gewesen, da er doch nur t^Jahr, als Schützegedkenet hatte. Die Schützen waren gepanzerte Reuter, oder eigentlich Küraßkrer *).Thurneksser brüftete sich mit seinem Soldatenstande. Man findet auf den meistenfigurkrten Einfassungen zu ThUrnekssers Bildnis in seinen Schriften, unten auf dereinen Seite chymische und mathematische Instrumente, und aufder andern, Stükkeseiner Rüstungen, als Helm, Küraß, Spieße, Streitaxt u. s. w. Auf einemHolzschnitt hinter dem Titel des Buchs: Jmpletko rc.h. XII. Nr. XV. ist er in ganzerFigur, die rechte Seite im Küraß und die linke im damaligen Doktorhabit vor,gestellet, wie er seine Feinde mit Füßen trit.

Thurneisser blieb bis 1570 in des Erzherzogs Diensten. 1569 erhielt erUrlaub, nachRiederteutschland zugehen, um seine fertig liegende Schriften herauszu geben und deren Druk zu besorgen. Auf seinen Seereisen harte er sein WerkHrckiäoxa, in teutschen Reimen geschrieben: in welchem nicht allein der Lauf,Wirkung und Einfluß der Planeten und des ganzen Firmaments inden menschlichenKörper, und in alle Gewerbe und Handlungen der Menschen; sondern auch eineverstekre Anleitung zur Alchymie enthalten seyn solre. Er hatte noch ein anderespoetisches Werk, welches er Quintessenz nante, zum Druk fertig: in diesem wirddie nötige Verbindung der Arzneiwissenschaft und der Alchymie gezeiget, und daß

H g beide

') Hortleder vom Teutschen Kriege. Gotha 1645. ?ol. lom. U. p. 797. Sie wurdenauch Einspänniger genant, um sie von den gepanzerten Schützen, so auf Heer« oderRitterwagen gefahren wurden und mit zur Kavallerie gehörten, zu unterscheide««.

' 8 cnvI) I ciironic. tle'v. 1 . 1. p. z; 9. Auch die gepanzerte Schützen, welche im

Feld« ihr, Pferde verloren hatten, wurden auf solche Wagen gesezt. und in die Schlachtgrführet. Im schmalkalbischen Kriege bekam ein Schütze zu Pferde fünf und ein halb Schot:und ein gewafueterFnfiknecht mitPikkelhaube, Krage», Armschienen, Säbel, Büchse undSchweinspieß, monatlich ein und ein halbSchok böhmischerGroschen, als Löhnung. f.Hsrt,jeder a. a.O,r Schot B,Gr. waren zu d. A. mit L hart« Taler gleich. Vogt Ul. S. IZ 7.