70 ThurneisserS K-ntnisse m Wissenschaften
knnesen Teile des Kopfs, des Gehirns und der Augen zum Auseinanderlegenvorgestellet sind.
Dke Käntm'ö in der metallurgischen Chymie Hatte Thurneisser seiner Profeßionund seinen Arbeiten auf den nordischen und andern Bergwerken zu danken: alleinwo er die pharmazeutt'sche Chymie und das damals noch nicht so bekanteDl'stllll'render mineralischen, vegetabilischen und animalischen Oele, und die Zubereitung derchymischen Salze und Essenzen, und in welcher Dosis diese Mittel gegeben werden;gelernet hat, wird von ihm gar nicht angeführt. Eben so wenig giebt erNachricht,wer ihn die Verwandlung der Metalle gelehret hat; denn er rühmt sich daß erverschiedene große Herren durch Proben von der Wirklichkeit dieser Kunst überzeugthätte. In der theoretischen Arzneiwissenschaft, so güt wie sie damals vor derEntdekkung der Cirkulazion des Blutes seyn konte, hatte er nicht die geringsteKäntnis: und seine Erklärungen derUrsachen der Krankheiten und die Beurteilungderselben, die er zuweilen in den Harnproben -) anbringt; sind unverständlich undungereimt. In der praktischen Medizin verließ er sich auf seine gesamletr Rezepte:die chymische Mittel, die er geheim hielt, gab er selber, und legte sie seinem Güt,achten nebst einer versiegelten Vorschrift bei, wie sie solten gebraucht werden. Fürjede einzelne Zufälle oder Symptomen der Krankheit verordnete er besondere Mittel:und der Kranke, der vielerlei Zufälle hatte, erhielt auch eine große Menge vonArzeneien; wovon seine Konsilia in den Harnproben K. XU. n. m. im dritten undachten Kapitel zum Zeugnis dienen können.
Unter den vielen Schriften, die er Heraus gegeben, hat ihn sein Buch Pkson,die Kalender und sein Kräuterbuch am meisten berühmt gemacht. Ersteres beför-derte sein Glük am brandenburgischen Hofe: die Kalender breiteten seinen Namen
und
übertreffen in der Zeichnung nach der Natur, Thurnekssers Werk. Der Holzschneider wir-nicht Zenant. Bartisch war selbst ein guter Zeichner und Maler.
") Pison S. ra. „Diese zwar, nemlich die Veränderung der Metalle, habe ich oft vor„Fürsten und Herren, auch schlechten Leuten gethan, die Rrduttion auch oft, aber„nicht so dick, aber ein Metall inn das andere transmutirn, hat mich dicke, m-len em„schlechte Kunst zu seyn bedunkt.
§.xil. n.«l.