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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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74 Thurncissers Käütmsse in Wssenstchasten

Reime geschrieben: allein in solchem rauhen Tone/ daß wahrscheinlich die altenBarden bei dem Vorlesen davon gelaufen wären; und in seinen meisten Schriftenfindet man gereimte Stellen. Ueberdem sind die Erstgeburten seiner gedruktenSchriften/ die Archidoxa und Quintessenz/ so räzelhaft, daß er in den Zuschriften anden Erzherzog Ferdinand und an den Rath Bersword selbst sagt: daß er besondereschriftliche Erklärungen mktschikken müste/ damit sie den Verstand der Bücher darausfinden mögten; und schwerlich haben sie ihn gefunden. JnderArchidoxa/dierzSzzuMünster kn Quarto heraus kam; hatte er auf der rechten Seite der Reime/ Stellenaus der Bibel/ aus Poeten und Profanskrkbenten angeführt: auf der andernchymksche Charaktere gesezt, die eine besondere Bedeutung und Beziehung aufeinander haben solten. Allein weder die Reime/ noch die chymkschen Zeichen/ nochdie angeführte Stellen, stehen kn der allergeringsten Gemeinschaft noch Verbindung:und die Erklärung der Archidoxa ist kn dem, was die Alchymie betrift, fast nochdunkler und unvolständiger, als die Archidoxa selbst; und diese, besonders aber dieQuintessenz, sind vol von alchymistischem Unsin; ein Wust von Worten ohneBedeutung. Bald hat er Offenbarungen oder Erscheinungen, bald redet er impoetischen Styl der Griechen und Römer, und bedienet sich der daraus hergenom-menen Benennungen, und erweiset wieder mit Sprüchen aus der Bibel, wie einTheosoph und Mystiker, was man gar nicht von daher erwartet. Er beschwertsich in der Vorrede zur Erklärung der Archidoxa, daß sekntFeknde ihm nachsagten:er schriebe dunkel und in Reimen, um seine Unwissenheit in der Alchymie zu verstekken;und hierin mögen sie sich wol nicht geirrt haben. Wiewol wenn es ein Kenzekcheneines Alchymisten ist, daß er unverständlich schreibt: so geben ihm die vorherangeführten Bücher einen großen Rang unter ihnen.

Wer Thurnekssers Poesien kn den vorgebuchten drei Büchern, als kn derArchidoxa, kn deren Erklärung und kn der Quintessenz, verstehen wkl; muß desTvllkus Gabe zu erklären Haben: sonst kan er nlcht damit fertig werden. In derzweiten Auflage der Archidoxa, die er zuBerlkn 157; in seiner Drukkerek herausgab;kst er nicht deutlicher, als in der ersten. Er gibt sie für ein Gesicht aus, knwelchem ihm des Morgens wachend das große Geheimnis und dke Eigenschaften

der