76 Thurneissers Käntmffe in Wissenschaften
Buche ») wird der Prozeß, den Stein der Weisen zu bereiten, weitläufig beschrie-ben: und man hat demjenigen Glük zu wünschen, der nach dieser Vorschrift dieArbeit unternehmen wil, weil er ohne das wol nicht dazu gelangen möchte. Dielange nach ihm vomPhilalecha vorgefchriebeneZuberektung des Steins derWei'sen,im Philosophischen Ey, durch Putrefakzion km Pferdemift, nachmals in Wasser undAschenbad, war ihm schon bekam; er verwirft sie gänzlich in einer seiner Schriften,als unnüz und zeitversäumend: und empfiehlet denen, so die Mischung der Masseverstehen, statt dessen, die Materie vier Tage km ofnen Feuer zu schmelzen.
In der Magna Alchemia folte man mehreres vom Stein der Weisen und derVerwandlung der Metalle erwarten: es ist aber nur die Vorbereitung dazu, oderder erste Teil, und find die folgenden nicht gedrukt worden. Dieser Teil bestehtaus neun Büchern. Die Einleitung handelt vom Ursprung des Worts Alchymia.Das erste Buch vom Schwefel, dessen Zubereitung und vom Goldschwefel. Daszweite Buch vom Salz: das dritte vom Salmiak. Zm ersten Kapitel des dritter»Buchs ist eine merkwirdige Nachricht: daß schon im Jahr 834 Hans von der Zeytaus Tyrol den Salmiak nachgemacht; wir wollen die ganze Stelle °) unten beifügen.Vom dritten bis zum vierzehnten Kapitel werden verschiedene Arten, den Salmiaknachzumachen, angegeben. Das vierte Buch vom Alaun; das fünfte vom Salpeter,der nach S. 76. damals hier in der Mark zu Lebus gesotten worden. Das sexteBuch vom Queksilber und dessen Präparatis: das siebente ist astrologisch, undzeigt die Aspekten an, wenn man Prozesse ausarbeiten fol. Das achte enthält
mine,
-) fol. 49^.
-) L1-AN2äIcKxmi3. k>. 5). „Vnd soll der allererste, der es nach conkrskbyk vnd gemacht«hat, gewesen sein Hans von der Ieyt, welcher vmb das Jahr Christi 834 - aus dem«Dorflein Lkrrrs-, das in Tyrol vberthalb dem Markt Jmdst ligt, als ein geschickter«Betgman, zum grossen Keyser Lsrlev gen Ach ist kommen, vnd als ein bcrüw.bler«vnd künstlicher Man, ein Aeugmeister worden ist, der auch z6i Jahr gelebt, vnd viel« guter stücklein in der^lck^mi» (wie ?arscel1u5 im andern Theil seines Büchleins Lorcka«LirLm meldet) erstürben hat, wie man denn noch heute zu tag, in seinem Johaiist»«von derZeyt geschriebenen Samlungbnch, mit sehr alten, vnd vns dieser Zeit frembden„deutschen Wortten zuftt^:; haben mag.» dlU. Karl der Große, starb 814. DerAeugmeister war damals kein Artillerist; sondern hatt« die künstliche Kriegesmaschiumzu besor-gen.