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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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102
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Nachkichle» von Lhukneijftrs

selbst für den Churfürsten, zu drukken übernommen, und konte alles, besonders denKalender von, 572 wegen Mangel der Zeichen und Scökke nicht früh genug nachThurnekssers Willen fördern: er fchüzte die viele Arbeit und auch Krankheiten vor.Wie er aber merkte, daß Thurneisser sich mit durchreisenden Drukkergesillen abgab -ft schrieb er den §. Sept. 1571 an ihn >> er Hätte in Erfahrung gebracht, daß sich etliche verlaufene oder verdorbene Buchdrukkergeftllen bei dem Churfürsten ange,.» geben, auch Vorschreiben auf dke Universität Frankfurt zu erlangen gesucht Hätten,welches ihm beschwerlich, auch dem Churfürsten nicht wol leidlich wäre, er fchkkteichm des alten Churfürsten Privilegia, die er ihm gegeben, und gibt zugleichNachricht, daß das Konterfait noch nicht ganz fertig wäre." Eben derselbemeldete ihm unterm 15.Sept. 1571:daß er wohl eher achtzehn Drukkergefeliengehalten, und daß er feine Drukkerei ohne Klage zwei und zwanzig Jahr in Frank,"fürt versehen, er hätte vier Pressen, wie Thurneisser wüste, und hofte, das LandHätte weiter keine Drukkerei nötig, vorftzc brauchte er ein Privilegium vomChurfürsten zu Sachsen, daß man seine Sachen in seinem Lande nicht nachdrukkenmöchte, zugleich fchikt er ihm den Bogen mit der zwölften Harnprobe zu korrkgs,ren." Und gegen Ende des Oktobers in diesem Jahre meldet er ihm, daß dieHarnproben in Leipzig gut abgingen; er möchte die andern Werke fördern: Erwolce nun alles von ihm drukken und im Verlag nehmen. Den ri. Dezemberdesselben Jahres schrieb Michael Bandclow, Stadkchlrurgus zu Frankfurt: ftinSchwager Eichhorn hätte von Thurnekssers Kalendern zwölfhunderc Exemplareaufgelegt; und in einem andern Schreiben meldet er ihm, daß sie reißend abgin-gen. Je mehr aber Thurneisser gewahr wurde, daß man seine Schriften suchteund teuer bezalte: um so mehr bemühete er sich, selbst den Nutzen zu ziehen undeine eigene Drukkerei anzulegen; welches sehr wahrscheinlich im Jahr 157; oderI 57 Z geschahe. Es läßt sich die eigentliche Zeit aus der Ursache nicht recht sicherbestimmen, weil seine Briefschaften von 1572 und 157z nach Basel gekommen-«nter welchen vermutlich auch das Privilegium gewesen. Im Jahr 1574 war dieDrukkerei in völligem Stande, und wurde D. Fleks Apothekertaxe darin aufchurfürstliche Kosten gedrukt. In den Jahren von 157; bis 1575 war sie in demgrösten Flor, und mit vlelen Offizkanten versehen. Magister Salomon Deichmau,