ro8 Beitrag zur Künstkergeschichle.
Drukker Lucius erfragen könte. Der berühmte Jobst Ammon gehört zu den Künst-lern, von denen man gewiß weiß, daß sie Figuren zu seinen Schriften geschnittenhaben. Don ihm sind die Figuren in der Jmplezio, die r;8c> ohne Nennung desDrukorts, und die zweite Ausgabe i;8r in Lochners Verlag zu Nürnberg heraus,kam. Lochner meldet in einem Briefe an Thurnekssern, daß er den Ammon dafürbezalt hätte, ohne die Summe zu bestimmen. Eben derselbe hat auch die Figurmit dem Wapen, auf dem Titel der Lonsirrnscic» Loncorratioins geschnitten.
Zur Geschichte der Künstler dieses Zeitalters wollen wir noch verschiedene Mei-ster, die sich durch Anschreiben, Thurnekssern bestens empfohlen haben, anführen. Esläßt sich aber nicht bestimmen, ob er sich ihrer bedient Habe. Aus Bresiau meldete sichden 6. Sept. i;/6 Blasius Ebisch, aus Schneeberg gebürtig: er nenr sich einenForm« und Wapenschneider in Kupfer und anderem Metal. Er hätte vormals beiKrifpinus Scharftnberg gearbeitet, und Leisten, Figuren, Versalbuchstaben und^ andere Arbeit mehr, die sich in Drukkereien geziemten, geschnitten? und besondersschnitte er in Kupfer; und weil er gehöret, daß Thurneiffer eine statliche Drukkerelhätte, und auf schöne Künste und gute Arbeiten etwas wendete: so wolte er sichihm bestens empfohlen haben. Paul Lorenz von Wehe, aus Dänemark, Wapen-Stein- und Fiachschneider, bot r 582 feine Dienste an: er hätte bei Andreas Müller,Wapen« und Steinschneider, seit etlichen Jahren viele Arbeit gemacht, und wollemit Vergnügen bei ihm in Dienste gehen. Aus Wien schrieb George Drofe,Kupferstecher ,;8z: er hätte zu dem Werke des Herrn Strada die Kupfergestochen, und würde ihm mit gleicher Arbeit zu Willen seyn. Es kommen nochMatthias Schwind, aus Bergzabern, und Dietrich Frkk, aus Hamburg, in Thür,misfers Papieren, als kunstreiche Gesellen vor, die bei ihm in Diensten gestanden:es läßt sich aber nicht bestimmen, ob sie Maler oder Formfchneider gewesen?
Wenn D. Thomas Pankow in der ersten Ausgabe seines Kräuterbuchs von2654 in der Vorrede sagt: „Nachdem ich ohugefehr bei einem vornehmen Manne„hiesigen Ortes, Herrn Matt. Frid. Seydekn, Chmfürstl. brandend. Hostammer-„gerkchts- und Konsistorkalrath kommen, und einen ganzen Haufen künstlich„geschnittener und natürlich abgebildeter Kräuter und Gewächsformen gesehen,„ Er auch vermerket, daß mir solche gefallen, hat er mir dieselben willig und gern
,, zukommen