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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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Beitrag zur Künstlergeschichte. rog

zukommen lassen. Es hat aber vormalen solche der berühmte Leontzard ThurrpHäuser, alhi.r zu Berlin gewesener Churfürstl. Chymlcus und Medicus, durcheinen künstlichen Meister, Holzmeyer genant, schneiden lassen, und ein großesWerk herauszugeben angefangen, sein aber meines Wissens nur z? in eknemBuche in Folio davon abgedrukt worden," so Hat diese Nachricht dem berühmten undgelehrten Herrn Nikolai sehr viele Mühe gemacht, um diesen Künstler auszuforschen,jilnter den vielen Formschneidern; deren in Thurnekssers Papieren gedacht wird,stndet sich kein Holzmeier, der an diesen Krämerstökken gearbeitet hat, oder auchnur ein einziges mal darin genant wird. Das Monogramms k. H. welches mattaufTi'teleinfassungen und andern Figuren findet, gehört unstreitig dem PeterHille;dessen vorher gedacht worden. Ob man den Holzschneide r Meyerp ek, der mitAbsa-lom Poll und Wolfgang Stürmern viele hundert Kräutcrstökke geschnitten, vielleichtim gemeinen Umgänge Holzmeyer genant: und daß dieser von Seideln unter diesemNamen gemeint worden; gehört unter die Muthmaßungen? Die so genanteBentnamen waren zu der Zeit unter Malern und andern Künstlern gewöhnlich;man gab den Künstlern zuweilen allerlei Beinamen. So wurde Danie l Seidel,weil er klein war, gemeiniglich das Lam'elmänchen genant. Bringsaufen, ob ersich gleich selbst so nante, hatte in seinen Lehrjahren diesen Beinamen durch einendurstigen Gesellen bekommen, und nachmals beibehalten. Größere Künstler, alsKrabatje, Höllenbreughel, Samtbreughel, Minnerbroers, Guercino, Ghirlandajo,Manciol, Poes e Bono, Fapresto und viele andere, haben sich dieses müsse»gefallen lassen.

Außer den vorgebuchten Formfchnekdern, sind noch einige Maler in ThurnekssersDrukkerek gebraucht worden. Denn es war damals gewöhnlich, daß man in denDrukkereien so genante Jllumknirer hielt, welche bald nach der Erfindung derDrulkerkunst, in Nachahmung der alten Handschriften der Mönche, so wol in denVerlags- als andern Büchern die Jnizial- und Kapitalbuchstaben ausmalten undvergoldeten, und nachher die Kränker- oder andere ekngedrukreFiguren mic Wasser-farben nach der Natur übermalten. Von diesen haben wir S. roz. 105. den Schnell-bolz und Meierpek angeführt; zu welchen noch Johannes Hoyer und BasilkusBuzkrusgehören. Lezterer mahlte im Januar 1580 im Schlosse zu Beeskow; welches

O z Churfürst