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Beitrag zur Künstlergeschichte.
umgeben, unten der Churfürst von Saxen mit halben Leib und die BuchstabenI.. L. verkehrt; die Tafel ist 7 Zol hoch, 6 Zol breit. 2.) Die h. Genovkeve und derh. Chrysostomus in der Wüste, r 0 Zol hoch, 7^ Zol breit mit 1509. I.. e. z) DerChurfürst von Saxen Friedrich, der Weise, und sein Bruder Johannes, der bestän,dige, die Tafel hat 5 Zol Höhe, 4^ Zol Breite, i ;io. Auf allen dreien ist dassäxische und Kranachs Wapen.
D. Luthers Bild ist nicht völlig ausgearbeitet worden: vielleicht hatKranachdie Platte nicht weiter abgedrukt, weil Luther i s 24 den Mönchshabkt gänzlich ab-legte, und im folgenden Jahr Heiratete. Da Kranach im Malen und Holzschneidenein großer Meister war, und in beiden sehr viel zu thun hatte; fo scheint es, daßdiese seltene Tafel die lezte gewesen, und daß er sich nicht weiter mit dem Kupfer-stechen abgegeben Habe. Zu Thurneissers Zeiten fing man an, hier Kupferstecheraufzusuchen, und diese Kunst dem Formschneiden vorzuziehen. Wie er sein BuchPkson mit einer zierlichen Einfassung des Titels herausgeben wolte: so schrieb erauf des D. Heinens Empfehlung nach Stettin an Christoph Römern, den berührn,ten Maler und Baumeister, daß er ihm eine Zeichnung zum Tktelblat reissenmöchte. Dieser schkkte die Zeichnung mit der Antwort *) aus Alten Stettin vom8. März 1571, in welcher er ihm vorstelte: „wenn er in Frankfurt könte Kupfer,„stiche gedrukt bekommen, so solle sein Diener die Zeichnung in wenkgTagen rein„und artig in Kupfer stechen, und eher damit fertig werden, als wenn es in Holz„geschnitten würde." Er fügt hinzu: „es wäre besser, daß das Wapen freistünde,und auf jeder Sekte ein Satyr." DerName seines kunstreichen Dieners ist nichtbekant; und Thurneksser hat diesen Rath nicht befolgt. Die Einfassung desgedrukten Titels ist in Holz geschnitten, und auf beiden Seiten des Wapens, hater nach seiner Gewohnheit, auf der rechten Sekte Feuerzangen, Kolben, Bücher,Blasebälge , Sphären, Schmelztigel und Weltkugeln sehen lassen, und auf der
anderen
') Sein Brief ist deutsch geschrieben. Er stand vermutlich zu der Zeit in Stettin als Bau-meister der Herzoge von Pommern in Diensten. In einem andern Briefe vom 2. März1571 unterschreibt er sich: Christoph Römer, sonst Romanus genant; er war sehrwahrscheinlich ein Deutscher.