Thurneiffers Arzneien. rzi
und dann legten die meisten noch einen Goldgulden bei: für des Hmn Schreiberzum Gruß; vermutlich daß er desto williger an die Antwort erinnern solte. Ueber,Haupt kommen Geldsummen vor, die man bei dem zu der Zeit so hohen Wehrt desGeldes und bei so wohlfeilen Zeiten nicht vermuten solte. Wie stark seine Praxisbei Hofe und in der Stadt, in Ansehung der Einnahme geseegnet gewesen: davonfinden sich keine Spuren. Es scheint, daß er sich nicht viel mit den täglichen undbeschwerlichen Krankenbesuchen beschäftiget Hat, weil ihm von auswärts alleszufloß, und er seine Zeit einträglicher auf den Briefwexel verwenden konte. Wegendes Hohen Preises seiner Arzeneien sucht er sich in einer seiner Schriften ") zu ver,leidigen, und führt zu seiner Entschuldigung an: „ er wünsche einem jeden, daß er„sie nicht bedürfe. Er biete sie niemand an, und schikke zu keinem, daß er sich„von ihm kuriren ließe; wem sie zu teuer wären, könne sie ihm lassen, und andere„ nehmen, er hätte mehr Kranke zu anderen Aerzten gewiesen, als selbst übernom-„ men, und viele umsonst kuriret, sähe sich aber nicht schuldig, auch seine mit vieler„Mühe zubereitete Arkana noch oben ein und umsonst zu geben."
H. VIII.
Einkünfte aus den Nativitatm und Talismans.Thurneiffers Bibliothek, Kunst- und Naturalien-
Kabinet.
Ä8enri man nicht überzeugende Beweise hatte, daß Thurneksser selbst von denVorurteilen und Jrtümern seines Jahrhunderts eingenommen gewesen: so solteman glauben, daß er sie blos seines Nutzens wegen genähret und unterstützet hätte.Der Wahn, daß es eine Wissenschaft giebt, durch welche man nach sichern Regelndie Schiksale eines jeden Menschen vorhersagen kann, wenn man nur genau dieZeit und Stunde weiß, darin er geboren worden; war zu der Zeit algemekn. So
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') Iwpletio L. II. gegen die Klage etlicher illeäicvruin., s.K.Xli. a> XV. Das Buch hatkeine Seitenzalen.