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Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg von den ältesten Zeiten an bis zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts ... / herausgegeben von J. C. W. Moehsen
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167
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mit Verlust des ganzen Vermögens. 167

des rumorkgten Pfaffen Hans Füglekn Sohn (oder Bruder) häts Thurneifferverdorben, weil er ihm nicht zugesprochen; sein Wein im Keller sei besser, als sein Statuten im Kopf, und was er nicht in Schriften gelesen und aus Rechtsazwüste, machte er mit Sippschafts Nachrichten, die er falsch im Sack führte, das»glatte rauch und das rauche glatt. Wie man den Bescheid verlesen, wär derRyhener der des Schultheis stelle vertreten, aus dem Pardel noch ganz wüstim Kopf ins Gericht getreten, hätt'gesagt: Schon Recht, Schon Recht, Habs zwar nicht gelesen, wer kan alles durchschnüffeln. Nun stehts feste, wollen sehen,wers wird umschmeissen, der Alexander wird auch noch kummen. Es wäre Thür-nekssern, fügt derBriefschrckber hinzu, nicht besser gerathen, als daß er sekn Sach Gott helmstellte, Aufschub begehrte und selbst käme. Vielleicht daß die gnädige Herren ein Einsehen hätten, sezten einen neuen Schultheiß, der nicht schief undmaulfaul, sondern grade weg wäre, und neue Zehner, die das spänm'ge redlichabthäten, und daß die Gerichte sprächen, wie es das Recht mit sich brächte." u.s.w.

Thurneiffer hätte diesen Rath befolge», solle», i allein seine Denkungsa«- unddie Schwäche seiner Ueberlegungskraft S. 78. giebt sich in dem ganzen Verlaufdieses Prozesses zu erkennen. Die Ruhe des Gemüts, welche die Vernunft, Ueber«legung und Erfarung wirken; fehlte ihm gänzlich, um das Verfaren seiner Richterund Anwalde standhaft zu ertragen. Beschimpfungen parteiischer oder auch bos-hafter Richter, die, weil sie die Macht in Händen haben, ungestraft beleidigen,ihren Muth kühlen, durch Verzögern und Anhäufung der Kosten und durch übleNachreden des Unterdrükten Standhaftigkeit entkräften; verachtet der wahrePhk-losoph. An Thurneissers Kinder war in allen diesen Urteilssprüchen gar nichtgedacht worden: unter dem Schein des Rechtens dem einen Teil zu helfen und denVater zu unterdrükken, musten auch diese leiden; sie wurden mit dem Vater umalles Vermögen gebracht, in welches die Stiefmutter eingesezt worden. HätteThurneiffer die Wirkung des Churfürstlichen Vorschrekbens abgewartet: so würdesein Prozeß sehr wahrscheinlich eine andre Wendung genommen haben. Es istgar nicht zu zweifeln, daß im großen Rath zu Basel Männer von geprüfter Red-lichkeit und großen Einsichten gesessen haben, die ihm unparteiisches Recht wieder«fahren lassen, wenn auch selbst falsche Thatsachen im erforderten Bericht an die

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