Buch 
Von dem Regiment der lobl. Eydgenossschaft : zwey Bücher, in deren ersterem ein kurtzgefasste politische Historie der helvetisch- und eydgenössischen Sachen ... in dem anderen aber eine Beschreibung der Eydgenossen Fridens- und Kriegs-Uebungen ... / von Josia Simlero ; nun aber mit erforderlichen Anmerckungen erläuteret und bis auf disere Zeiten fortgesetzet von Hans Jacob Leu
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I- Buch. Von dev Stadt Zürichs -i

Indessen aber/ da eben dist Regiments-Forme zu Zürich üblich

gewesen / so hat dise Stadt vil an ihren Freyheiten zugenohmen/ (p)und nach und nach den Gewalt der Stissten von sich geschüttelt.

Dann weilen die Züricher in den Streitigkeiten zwischen den Päp-sten und Kaysern/ diser letsiern Parthey gefolgct/ und immerhindem Kayser Friderico zugenant Barbarosla , demnach Friderico II.und dann auch Kayser Ludwig von Bayern angehänget; so sind siemit vilen Freyherten/besonderbar von Lriderich ll. begäbet worden:dann als Herzog Berchrold von Zeringen Reichs^uno Cast-Vogtzu Zürich und der letste dises Stammcns gestorben/ hat diser Kayserdie Bürger von Zürich um das Jahr 1218. in den Reichs Schutz «Eaufgenohmen / denselben vile Freyheiten / so zuvor die Stiffker hat'Scku«^ten / und besonders das Recht auß ihnen selbst einen Rath zuerweh- b'

len/(g) welches sonsten eben auch bey den Gestiffteren gestanden/mitgetheilet und zugleich verordnet/ daß dsse Stadt nimmermehrauf keinerley Weise/ weder durch Verpfänd - vder Verkauffung/dem Reich entzogen/ noch in einigen Weg abgesondert oder geen,dertwerden solle.

Zu dises Kayser (r)Lriderichs Zeiten / haben die Bürger mitwu-dmieallgemeiner Hilff die Stadt mit einem Wall und Graben bevestigrt

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(p) Als da die Reichs-Vogtey auf2. Jahr gesezt / ihnen solche zu der Zeit des

Interregniimt) bey ledig stehendem Kayserthum selbsten znbestellen überlassen /und sie von allem frömden Gericht eximirt worden.

/q) Stumpf und andere stimmen auch hierin dem^urboribcy/ daß der Rathehmals von den Stistcren / und zwahrrn nach der mehreren Meynung von demStift zum Frau-Munster in die 47°. Jahr und bis auf die Zeiten Friäericin undzwahren/wie 8 mmp 6 u 8 meldet/ bisA. 124z. besezt worden/ in wel-chem Jahr solches der Stadt überlassen worden seye. Jmmittelst bedeutet 8 ul-ünger lib. V, c, 10. daß auch em Sag seye / daß"der Propst und Capitulzum Grossen Münster selbigem erwehlet habind/ und daß solches zu FriäericiII. Zeiten wegen von der Stadt demselben geleisteten Treu abgeanderet und derStadt überlassen worden; und schließt / daß wenigstens hernach kein Zeichenmehr/darbey man erkennen könne/ daß die Stifter den Rath mehr besezt / zuffn-den: wie solches der Propst und Capitul zum Grossen Münster in einem Schrei-ben an das Sttst zu Solochurn A. 124°. selbst gestehet. TschudiHist, Msc.(r) Der erste Spann mit der Priesterschast wegen ihrer Lxemüon von den bür-gerlichen SteurenundFrohndiensten cntstuhndeA. 12;°. und ward durch eineden 2;. Mey selbigen :mhrs von Bischoff Conrad von Consiany an die Bür-gerschaft abgelassenes lediglich zu Glimpf der Priesterschast gereichendes Man-dat / welches auch von dem Rath zu Zürich bestglet worden / zwahr gestillet/ wel-ches aber ein solchen Widerwillen hinterlassen / daß da durch den commuirten