und der Eintheilung des Vortrages. 41
4 Flecken in der Regierung der großen Koͤnigin Eliſa-5 beth haͤufig zeigen, wenn es erforderlich waͤre.
§. 12.
Man hat ferner ²) bey den Monarchien zu erwaͤ⸗ 2) in Anſehunggen, ob die Gewalt des Monarchen unumſchraͤnkt, de uneingen,oder durch die Reichsgrundgeſetze und Freyheit der eingeſchraͤnkten
Staͤnde eingeſchraͤnkt iſt. Von der erſten Art ſind Gewalt.Rußland, Frankreich, Daͤnnemark ꝛc. von der letzternaber das deutſche Reich, Engelland, Schweden u. a. m.Die eingeſchraͤnkten Alleinherrſchaften ſtellen zwardie Unterthanen vor der Tyranney ſicher; ſie ſind aber
in den Kriegen und Vertheidigungen gegen die Fein-
de allemal ungleich ſchwaͤcher, als die unumſchraͤnk-
ten Reiche; und es koͤnnen darinnen zur Wohl-
feahrt und Rettung des Staats ſelten ſo wirkſameund ſchleunige Mittel ergriffen werden, als ein un-umſchraͤnkter Monarch in ſeiner Gewalt hat*).Allein ob zwar ein weiſer und guͤtiger Monarch nie-mals zu viel Gewalt haben kann; ſo iſt es doch ge-wiß, daß ſie auch ſehr gemisbrauchet werden kann.Schweden wird die unumſchraͤnkte Gewalt, dieCarl der zwoͤlfte gehabt hat, noch lange Zeit em-pfindlich fuͤhlen.
*) Wenn die Gewalt der Monarchen eingeſchraͤnktiſt: ſo kommt alles auf die vernuͤnftige Beſchaf-fenheit dieſer Einſchraͤnkung an. Man kann ſeine
Gewalt Geſetze zu geben, Steuern aufzulegen,
zu ſtrafen und Rechtsſpruͤche zu thun, einſchraͤn-
ken; allein die Gewalt in Staatsſachen und uͤber
das Kriegsheer laͤßt ſich nicht einſchraͤnken, ohne
den Staat gegen auswaͤrtige Feinde ſchwach zu
machen. Engelland hat unſtreitig hierinnen die
allerweiſeſte Regierungsſorm. Der Koͤnig hat al-
le Macht in Staats- und Kriegsſachen, die er
noͤthig hat, um zu Beſchuͤtzung des Staats thaͤtig
und wirkſam verfahren zu koͤnnen, ob ihm gleich
in andern Dingen, die Haͤnde ſolchergeſtalt gebun-C 5 den
Ieeseebretbsedeeepeecserecs