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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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49
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und der Eintheilung des Vortrages 49

dem Papkul, der in Liefland keine Guͤter beſaß,und in ſeiner zarten Jugend in Saͤchſiſche Dienſtegekommen war, war alſo in der That eine Grau-ſamkeit.

§. 20.

Die oberſte Gewalt, welche in dem Gebrauch des Die oberſte Ge-geſammten Vermoͤgens des Staats beſteht(§. 19.) neecheet ſchbegreifet eine Menge von Beſugniſſen und Gerecht⸗ zweige, auf de-ſomen in ſiche Unterdeſſen kann man dieſelben alle eenavervünfü-in drey Hauptelaſſen bringen, welche mithin ſo viel die FrepheitHauptzweige der oberſten Gewalt ſind. Dieſe ſind a. dedheſüh¹) die geſetzgebende Gewalt, 2) die richterliche Ge⸗ publik an-walt, oder die Verwaltung der Gerechtigkeit, und kommt.3) die vollziehende Gewalt, oder die Verwaltungder Staatsſachen. Die Guͤte der Regierungsformen,und mithin die Freyheit und Gluͤckſeligkeit des Staatsberuhet lediglich auf der weiſen Anordnung und Ein-richtung dieſer dreyerley Gewalten, welches man dieGrundverfaſſung eines Staats nennet. Wenn ſichdieſe drey Gewalten ganz uneingeſchraͤnkt in den Haͤn-den eines einzigen, eines gewiſſen Koͤrpers oder Ge-ſellſchaft im Staate, oder auch des geſammten Vol-kes befinden: ſo hat der Staat nichts weniger alseine Freyheit; er befindet ſich in der aͤußerſten Scla-verey; und es iſt gar nicht moͤglich, daß ſeine Gluͤck-ſeligkeit wahrhaftig befoͤrdert werden kann. Beſi-tzet ein einziger dieſe drey Gewalten ganz uneinge-ſchraͤukt: ſo iſt es keine Monarchie mehr, ſondernder abſcheulichſte Deſpotiſmus. Stehen dieſe dreyGewalten ohne alle Einſchraͤnkungen in den Haͤndendes Adels, oder eines Koͤrpers aus demſelben: ſo iſtes keine Ariſtocratie mehr, ſondern der Staat hat ſoviel Deſpoten und Tyrannen, als er Edelleute hat,bie an der Regierung Theil haben. Maaßet ſich in derStaatsw. I. Th. D Demo-