52 Von den allgemeinen Grundſaͤtzen
gungen und von dem Volke durch neue GeſetzeEinhalt geſchehen kann. Auf dieſe Art beſtehtein Gleichgewicht unter den verſchiedenen Ge-walten; und ſo iſt die Grundverfaſſung vonSe die gewiß wahrhaftig weiſe und gluͤck-ich iſt.
§. 2t.
Dieſes ſchleget. Es kann aber das Vermoͤgen des Staats nichtgebraucht werden, oder wenigſtens wird der Ge-Vermehrung brauch von keiner langen Dauer ſeyn, wenn mande Sbaacene, nicht zugleich auf deſſen Erhaltung bedacht iſt.Vielmehr da die Befoͤrderung der Gluͤckſeligkeitder große Endzweck aller Republiken iſt: ſo mußder Regent das Vermoͤgen und die Kraͤfte desStaats auf alle Art zu vermehren ſuchen. Allein ſei-ne Vorſorgen und Bemuͤhungen ſchließen ſich dem-nach in zwey große Hauptgeſchaͤffte ein; 1) wie dasVermoͤgen des Staats zu erhalten und zu vermeh-ren iſt, und 2) wie es weislich gebrauchet und da-mit gewirthſchaftet werden muß. Daher theilenDaher entſteht ſich auch alle zur Regierung des Staats gehoͤrige8“ Wiſſenſchaften in 2 Haupt⸗Theile ein. Der erſteWerkes. Theil haͤlt die Staatskunſt, die Policey⸗ und Com-mercienwiſſenſchaft benebſt der Oeconomie in ſich,als welche alle dahin abzielen, das Vermoͤgendes Staats entweder zu erhalten, oder zu vermeh-ren. Der zweyte Theil aber begreift die eigentli-che Cameralwiſſenſchaft in ſich, als welche es weis-lich und der Gluͤckſeligkeit des Staats gemaͤß zu ge-
brauchen lehret.
§. 22.
Hieraus fießen Das Vermoͤgen des Staats muß erhalten undauch die Pflich⸗„n. 1 uͤberh b 5„ean des Ragen⸗vermehret(§. 20.) üͤberhaupt aber vermoͤge desten. 89
allge-