die Guͤter der Unterth. ſicher zu ſtellen. 143
den Gewaltthaͤtigkeiten und Unrecht zufuͤgen. Bald nen zu ſchuͤtenwill man keine Handlung in die feindlichen Laͤnder WX“geſtatten; bald eignet man ſich die Herrſchaft uͤber
gewiſſe Meere und daher abgeleitete Vorrechte zuz
bald will man die Handlung in gewiſſe Laͤnder undWeltgegendẽ mit Ausſchließung anderer Voͤlkerſchaf-
ten, als ein beſonderes Recht vor ſich behaupten;
bald macht man allerley Verordnungen in Anſehung
der ein⸗ und auszufuͤhrenden Waaren, die wider
die Commercientractaten ſind; bald beſchweret man
die handelnden Kaufleute mit ungebuͤhrlichen und un-
leidlichen Zoͤllen und Auflagen; und die einzeln Un-
terthanen eines Staats, muͤſſen unter ſolchen Vor-
waͤnden allerley Gewalt, Unrecht und Verluſt ihrer
Waaren und Guͤter erleiden. Hier muß nun zufoͤr⸗ hüb und Weiſederſt ein weiſer Monarch die Beſchaffenheit der Sa⸗ nen ne hesgn.che gruͤndlich unterſuchen; und wenn er von der Ge-rechtigkeit der Sache auf Seiten ſeiner Unterthanenvollkommenuͤberzeugt iſt, bey der auswaͤrtigen Na-
tion, die dieſes Unrecht verhaͤnget hat, trifftige und
ernſtliche Vorſtellungen thun laſſen, um dieſelbe zu
Erſetzung des Schadens zu vermoͤgen. Sind dieſeVorſtellungen von keiner Wirkung, und die Kraͤfte
des Staats ſind der Macht jener auswaͤrtigen Na-
tion nicht gar zu ungleich; ſo kann er allerdings den
Weg der Repreſſalien erwaͤhlen, um ſeinen Unter-
thanen dadurch den Schaden zu verguͤten. Solche
herzhafte Entſchließungen ziehen ſelten einen Krieg
nach ſich, wenn ſich der Staat in guter Ruͤſtung be-
findet; und haben auf das kuͤnftige Bezeigen frem-
der Nationen eine gute Wirkung.
§. 1I4. Der MonarchEs ereignet ſich auch zuweilen, daß fremde Maͤch⸗ ste, oder deren Kriegsbedienten, in andern Staaten baltſame Wer-mliche N 5 ungen ſeineheimliche Werbungen anzuſtellen, und die Untertha⸗ unterthanennen ſchuͤtzen.