aus fast horizontalem Mergel, und nur die höchste Kuppe auf demUetli ist Nagelfluh, auf die Sand-Formation aufgesetzt. In demübrigen Sandsteingebirge liegen in verschiedenen Gegenden und Höhen
Steinkohlenflösse. t t
Die dritte Bergreihe zieht sich auf der Ostseite des Zürich-sees von Rapperschwyl her bis zwischen Zürich und den^Greifenfee.
Die vierte Berg reihe ist die nicht über 2 Stunden langeLägerbergökctte, als der leßte östliche Theil des Jura. Sie zieht sichmit einem scharfen Bergrücken von Baden herauf, und füllt bey demDorf Dielstorf sehr steil in die Flache hinab. Gleich dem übrigenJura besteht sie aus dichtem, grauem, braungelblichtem Kalkstein, undzeigt denselben senkrechten Schichtenbau. Auf der Nordseike befindensich Gypslagen und häufiger Mergel, vermittelst dessen die Einwohnerdes anliegenden Wenthals ihre dürren Felder ausserordenklich verbessert,und in die fettesten Wiesen verwandelt haben. Aus jenen Gypslagenerhalten vielleicht die Quellen der Bäder in Baden ihre meistenBestandtheile.
Flüsse.
Die Flüsse welche den Canton Zürich durchströmen, sind 1. derRhein ; diesem werden drey Quellen zugeschrieben, nähmlich der Vor-der - Mittler - und Hinter - Rhein. Der Vorder - Rhein entspringt auseinem See, der auf der Cima del Baduz, einem Theil des Crispalt-gebirgö liegt. Nachdem er zwölf andere Bache aufgenommen, ver-bindet er sich zu Dissentis mit dem Mittel-Rhein. Dieser entspringthoch im Gebirg des Lukmaniers, vom Co del Rhin. Aber erst beymSpithal St. Maria, oberhalb des Medelserthals, empfangt er denNahmen Rhein, strömt dann noch sechs Stunde», ehe er sich mit demVorder - Rhein verbindet. Beyde vereinigen sich dann bey Neichenaumit dem Hinter - Rhein. Diesen erzeugt ein ungeheurer Eisberg amwilden Tambohorn, im sogenannten Paradies. Mehr denn zwanzigBache bringen ihm ihren Wasserschaß vom Gebirg, ehe er dasSchamserthal erreicht, wo er 6 größere Ströme und mehrere kleineaufnimmt. Bey Thusis nimmt er vom Gebjrge die schwarze Nollaauf, und rechts die weiße Albuka. Noch sieben bis acht andere Wald-wasser verschlingt er im Dvmletschgerthale, bis er sich bey Reichenau mit dem Vorder-Rhein verbindet. Von hier wird der Rhein breiterund mächtiger, und schon für Flöße schiffbar. Unweit Chur nimmter die Plefur auf, und bey der untern Zollbrücke die wilde Lanquart.Dann verlaßt er Bündten, von wo an er die Grenzlinie der Schweiz