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Memorabilia Tigurina : neue Chronik oder fortgesetzte Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / Johannes Heinrich Erni
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168
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den letztern an Kugeln, daher sie so viel möglich die aus der Stadtgeschickten Kugeln ausgruben und wieder dahin schössen. Die Kano-nade aus der Stadt war theils gegen die Batterie theils gegen Pa-trouillen und Tirailleurs der Helvetier, und der ihnen zu Hilft gekom-menen Landleute ab dem Zürichsee , von Wald, Baretschwyl, Grü-ningen, Fehraltdorf , Uster , deren Anzahlsich auf 2500 Mann belaufenhaben soll, gerichtet.

Abends um 5 Uhr begann ein lebhaftes Feuer aus kleinem undgrobem Geschütze. Die helvetischen Chasseurs beschossen aus den Re-ben zwischen der Unter- und Oberstraß die Besatzung der vis a viabefindlichen Fortifikationen, auch zielten bie Schütze aus dem Schlößliauf diesen Theil des Walls. Das gegenseitige Schießen wurde durchdie Ankunft des Regierungs-Commissär May unterbrochen. Er schicktesogleich einen Parlamentär in die Stadt, worauf sich sogleich der Un-rerstatthalter Hofmeister zu ihm begab. Es wurde ein Waffenstillstandgeschlossen und Unterhandlungen eröffnet, deren Abschluß aber sich bisMittwoch Abends verzögerte.

Ein dritter offizieller Bericht der Munizipalitat enthielt dem we-sentlichen nach, das bereits Erzählte.

Unterweilen hatte der einheimische Krieg auf der Landschaft immerweiter um sich gegriffen. General Steiner, Oberst Landölt, Haupt-mann Manz von Nänikon, die Gebrüder« Schwerzenbach von Greiftftnsee, Gerichtsherr Escher von Berg, Gerichksherr Meiß von Teuftfen, Haupnnann Schauftlberger, Lieutenant Fehr von Gütigkhausen,waren bemüht Truppen zur Unterstützung der Stadt zu sammeln.Arrondissements - Commandant Wuhrmann von Wieiendangen, Präsi-dent Schoch von Bäretschwyl, Distriktsrichter Schiller von Töß, Alt-Untervogt Kleinert von Mettmenstetten und andere mehr, sammeltentheils mit Gewalt theils durch Ueberredung Bewaffnete zur Unterstü-tzung Andermatts.

Am Montag den 13, wollten die beyden Gerichtsherren von Bergund Teuffen mit ungefähr Zoo Mann, welche sie vornehmlich in demDistrikt Andelfingen gesammelt, der Stadt Zürich zu Hilft ziehen.Eine Compagnie von Hrn. Hauptmcmn Schauftlberger geführt, wurdeaber bey Einbrach von den helvetischen Husaren überfallen, auseinan-der gesprengt, ein Mann (von Andelfingen ) getödtet und mehrere ver-wundet, und Schauftlberger mit 50 Mann gefangen. Landleute, wel-che den Husaren zu Hilft herbeigeeilt, plünderten das Pfarr- undehemalige Amthaus, und hatten die Unmenschlichkeit den alten Unter-vogt Spörri, der durch seine grauen Haare auch dem Rohesten Scho-