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Memorabilia Tigurina : neue Chronik oder fortgesetzte Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / Johannes Heinrich Erni
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235
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schaft Eglisau , wurde ihnen aber Ao. 1476 durch einen Rechtsspruchab, und der Grafschaft Kyburg zugesprochen.

Hofstetten. Ein Bauernhof bey Niederglatt im Oberamt Re-gensperg, woselbst ehemals eine Burg und Stammsih einer ansehnli-chen adelichen Familie dieses Namens stund.

Holz hausen. Ein Bauernhof in der Pfarre Grüningen, ehe-dem ein Stammhaus der Edlen dieses Namens.

Hör gen. Ein ansehnlicher Marktflecken und weitläufige Ge-meinde am Zürichsee im Oberamt Wädenschweil. Der Ort hatte imXIII. Jahrhundert einen eigenen Adel, und die Abtey zum Frauen-münster in Zürich besaß daselbst seit uralten Zeiten verschiedene Rechte,den kleinen und großen Zehenten, die Mülle, den Kirchensaß. DieAebtissin sowohl als die Edlen von Horgen hatten ihre besondern Meyer.Im I. 1309 litten die Einwohner von der Familie des ermordetenKaiser AlbertS die heftigste Rache. Im I. 1406 verkauften die Herrenvon Hallweil ihre Vogteyen und Aemter zu Horgen an die Stadt Zü­ rich um 2000 rheinische Gulden. Die Stadt vereinigte mit Horgen im I. 1437 die Dörfer Thalweil und Rüschlikon , und machte sie zueiner innern Obervogtey. In dem Zürcherkriege 1444 ließen die Eids-genosien diese Dörfer im Rauche aufgehen. Im I. 1639 wurde Hor­ gen zum Marktflecken gemacht, im I. 1760 sonderte sich von diesemFlecken die ganze Gemeinde Oberrieden , und wurde zu einem eigenenPfarrdorfe. In Horgen ist eine bequeme Schiffstellung. Die Spedi-tion geht von Zürich über Horgen nach Zug, Aktors, über den Gott-hard. Zugleich mit der Abtey in Zürich gelangten auch ihre Rechte zuHorgen an die Stadt. Schon im I. 1797 stieg die Bevölkerung desFleckens Horgen allein auf 3430 Seelen. S. auch Kriegsgeschichten.In der Gemeinde Horgen befinden sich 4 Schulen. Der Ertrag derPfründe ist 700 Gulden. Coll. der kleine Rath. Dermalen ist Pfar-rer: Herr Melch. Freudweiler, Cammerer.

Hottingen . Eine zerstreute Gemeinde zunächst bey der Stadtund im Oberamte Zürich . Daselbst lag das Stammhatis der Edlenvon Hottingen, welche schon im ersten Verzeichniß der Räthe in Zü­ rich vom I. ini vorkommen. Sie waren auch die Erbauer des Hot-ringer-Thurms in Zürich , der gegenwärtig zum Kaufhaus und zurWohnung des Waagmeisters dient. Die Gemeinde ist zum großenMünster kirchgenössig.

Huntwangen. Ein Dorf in der Pfarre Wyl, im OberamtEinbrach, dessen Vogtey und Gerichte schon im XII. Jahrhundert demBischof von Constanz zuständig war, und der solche nacheinander an