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Memorabilia Tigurina : neue Chronik oder fortgesetzte Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / Johannes Heinrich Erni
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256
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und folgcnds an die Hettlinge, unter welchen sie wegen Feindseligkeitengegen die Stadt Zürich, von den Zürcher » verbrannt wurde.

Roßberg ob der Kemmt. Die Besiher dieser Burg, welcheauf einer Anhöhe von dem Flüßchen Kemmt, in der Pfarre Töß gerlegen, waren der Grafen von Kyburg Lehenstrager. Gegenwärtigsieht ein Bauernhof da. >

Roßberg in der Pfarre Wald; ebenfalls der Stammsitz einesadelichen Geschlechts, welches die Gerichte über Ried, Eibfchweil,Hittenberg rc. halte, und die im Jahr 1425 an den Stand Zürich kamen.

Rümlang. Ein Dorf im Oberamt Regenfperg, und ehemaligeObervogtey, welche in frühern Zeiten eine eigenthümliche Herrschaftder Edlen von Rümlang war, die unweit davon ein festes Schloß,im Rohr genannt, bewohnten. Sie waren Besitzer mehrerer Herr-schaften, und Bürger und der Rathe zu Zürich . Heinrich von Rüm-lang, Herr zu Jesietten, verkaufte im Jahr 1424 seine HerrschaftRümlang der Stadt Zürich um 2600 Gulden. Diese adeliche Fami-lie erlosch Ao. 152g. Nebst diesem Dorf ist allein der Katzenrürihofd<^in pfarrgenössig. Die Gemeinde zahlt 800 Seelen. Der Ertragder Pfründe ist 700 Gulden. Coll. der Kleine Rath; dermaligerPfarrer ist: Herr Melchior Wirth.

Rüschlikon . Ein Pfarrdorf am Zürichfee im Oberamt Kno-nau. Durch Ankauf kam es. im Jahr 1406 von den Edlen von Hall-weil und Grünenberg an die Stadt Zürich . In weit früheren Zeitenbefaß die Gerichte daselbst das Chorherrenstift in Zürich. Rüschlikon war sonst eine Filial von Kilchberg , bis im Jahr 1710 sie von derRegierung zu einer eignen Pfarre geordnet ward. In dem nämlichenJahre entdeckte man bey Rüschlikon den kostbaren Schatz von Torf.Im Jahr 1762 wurde hier eine Porcellan - Fayance- und Pfeifenerde- .Fabrik angelegt. Coll. der Kleine Rath. Dermaliger Pfarrer daselbstist: Herr Conrad Schoch.

Rüti . Vormals eine Abtey, Pramonstratenser-Ordens, nun-mehr ein Amt nebst einer Pfarrkirche und einigen Häusern im Ober-amt Grüningen, ohngefahr eine Stunde von Rapperschweil. DieseAbtey stiftete im Jahr 1206 der Freyherr Lülhold von Regenfperg,Herr zu Grüningen. Sowohl von diesen Freyherren als auch vonandern Edelleuten, vornehmlich aber von den Grafen von Tvggenrbürg erhielt das Kloster reiche Vergabungen. Auch erwählten sichmanche in dortiger Kirche ihr Begräbnis', wie noch jetzt viele alteGrabmähler und Inschriften da gesehen werden. Der Abt Gottfried