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Memorabilia Tigurina : neue Chronik oder fortgesetzte Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / Johannes Heinrich Erni
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Nachher hat selbiger viele Besitzer adelichen, bürgerlichen und Bauern/standes gehabt,

Wettschweil. Ein Dorf in der Pfarre Stallikon , dessen Ge-richte ehemals nebst Sellenbüren dem Stift Engelberg gehörten.' Sol-ches verkaufte dieselben im I. 1466 an Heinrich Effinger, Bürger zuZürich, und dieser-überließ sie sofort der Stadt Zürich . Im I. 15136,da auch die Gerichte zu Bonstetten erkauft worden, wurde aus solchenzusammen eine innere Obervogtey gemacht.

Weyach. Ein Pfarrdorf unweit dem Städtchen Kaiserstuhl unddem Rhein im Oberamt Regensperg. Das Dorf steht in vielen Srü/cken unter den Gerichten des bischöfl. konstanzischen Amtes Kaiserstuhl ,welches schon oft zu Streitigkeiten Anlaß gegeben. Die Coll. gehörtdem kleinen Rath zu Zürich ; die Gemeinde zahlt an Bevölkerung ge-gen 550 Seelen; der Ertrag der Pfründe beläuft sich auf 700 Gul-den. Gegenwärtig ist Pfarrer daselbst: Herr Heinrich Burkhardt.

Wezikon. Schloß und Pfarrdorf zu vberst an dem Pfäffiker-see , im Oberamt Grüningen» Das Schloß war das Stammhaus ei-nes berühmten und mächtigen adelichen Geschlechts, welches den Gra-fen von Kyburg und Rapperschweil lehenpsiichtig gewesen. Die Toch-ter des letzten Edlen von Wezikon, Jdda, brachte die Herrschaft imI. 1340 ihrem Gemahl, einem von Landenberg zu, und nahm nachseinem Tode im Kloster Töß den Schleycr an. Von den Landender-gen gieng die Gerichtsbarkeit von einer Hand in die andere. Derletzte Besitzer war Herr Joh. Ludwig Wiser von Zürich . Das Schloßist noch dermalen größtentheils in unversehrtem Stand, nur daß andie alte Burg ein Wohnhaus für die Besitzer der Herrschaft ist ange-baut worden. Zu Wezikon wurde der erste Grund für die Baumwol-lenweberey gelegt. Wie sehr dadurch die Bevölkerung vermehrt wor-den sey, beweißt folgende Berechnung: Im I. ,638 hatten sich indem Wezikoner-Bezirke nicht mehr als 113 Feuerherde befunden; im Jahr*789 befanden sich darin 377. 2**1 3 - 1 638 nicht mehr als 600 See-len , gegenwärtig über 2500. Die Coll. steht bey dem kleinen Rath.In der Gemeinde befinden sich 6 Schulen; der Ertrag der Pfründe ist875 Gulden; gegenwärtig ist Pfarrer daselbst: Herr Conrad Nägeli.

Wi edikon. Ein großes Dorf und nebst Rieden, Hard, Sihl-feld, St. Jakob und Friefenberg ehemalige Obervogtey am Fuße desUetlihergs, zunächst an der Stadt Zürich, dessen Bewohner der Stadt-kirche zu St. Peter einverleibt sind. Diese Vogtey wurde im I. 1389von Johannes Schwend, Bürger zu Zürich , der Stadt um 600 PfundZüricher -Pfenning verkauft, mit allen seinen daran habenden Geriche

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