Oberamt Winterthur 2350 fl. 20 ß. 9 hlr. Oberamt Andelfingen766 fl. Oberamt Embrach 770 fl. 30 ß. Oberamt Regensperg142g fl. 10 ß. 6 hlr.
Totalsumme der ganzen Steuer 25069 fl. 2 ß. 4 hlr.
Diese Steuer ward theils zur Unterstützung der bedürftigsten Ge-meinde» des Cantons , vorzüglich der südöstlichen Berggegenden, theilszur Nachhülfe für Wetterbeschädigte verwendet.
1820 Sonntags den 16. Jenner wurde für die im Heumonatdes vorigen Jahres durch Hochgewitter Beschädigten (Die Schätzungdes gesammten Schadens belief sich auf 536,914 fl. 19 ß.) zu Stadtund Land eine Kirchensteuer gesammelt, mit Ausnahme der besondersbeschädigten Oberämter Kyburg, Grüningen, Greifensee und Regen-sperg. In der Stadt Zürich steten in allen vier Pfarrkirchen, nebst derWaisenhaus, französischen und katholischen Kirche 11009 fl* 8 ß.und in der Stadt Winterthur 1671 fl. Von dem Antheil welchendie gutthätigen Landleute an dem Unglück der Wetterbeschädigten ge-nommen, zeugte die schöne Samensteuer von 7357 Mütt Früchtenverschiedener Gattung, welche in das Kornhaus zu Zürich zur zweck-mäßigen Vertheilung abgeliefert wurde, und wovon nach Befriedigungalles Samenbedürfnisses noch ein Vorschuß von 1300 Mütt übrigblieb, welcher in einigen Aemtern und Gemeinden aufbewahrt liegt.
Theurung.
Auf den gesegneten Jahrgang von 131 r schien die Natur gleich-sam ihre Schatze auf eine geraume Zeit erschöpft zu haben; es folg-ten kalte regnerische Sommer, und der Winter schien beynahe nichtenden zu wollen. Der Wein, durch den sich jener Jahrgang so be-sonders auszeichnete, wollte seitdem nicht mehr gedeihen, und stiegfortwährend im Preise. Das Getreide stand demohngeachtet »och im-mer in billigem Preise, bis es im Spätjahr 1316 plötzlich zu steigenanfing, und im Frühjahr 1617 dessen Theurung zu einer bisher ganzbeyspiellosen Höhe stieg. Dieses unentbehrliche Lebensbedürfniß ist sei-nem Preise nach so zu sagen der Maßstab zu beynahe allen übrigen,und machte die Theurung bald allgemein. Dazu gesellte sich die Hab-sucht Einzelner, aus der allgemeinen Noth noch Vortheil zu ziehen,und so half zum Theil künstlicher und erzwungener Mangel das Elendzu einer nie gekannten Höhe zu steigern. Alle Veranlassungen zu die-sem auf ganz Europa belasteten Zustand herzuzählen, wäre beynaheso unmöglich als überflüssig. Ein unerhörtes Stocken aller Erwerbs-