von der militärischen Gesellschaft (seit 17.44) auszeichnen. Auch dieBlätter der allgemeinen Musik-Gesellschaft (seit 1312) werden sowohlwegen der zierlichen Kupfer von dem geschickten Künstler Hegi, alsdes Textes halber, eine vorzügliche Sammlung werden.
Der Gebrauch, Stubenhißen auf die Zunft - und Gefellschaftshau-ser zu schicken, scheint mit Entstehung dieser letztem aufgekommen zu seyn;denn als diese im Jahr 1336 errichtet wurden, waren zwar dieseHäuser jeder Gesellschaft oder Handwerk eigen, doch war es einemjeden Bürger erlaubt, an den gesellschaftlichen Zusammenkünften aufdenselben, wo er wollte, Theil zu nehmen. Damit man aber auchWinterszeit auf einem jeden dieser Häuser eine warme Stube hätte,so schickte man zur Bestreitung der Unkosten für das Holz, am Neu---jahrskag (jetzt am Bächtelitag) eine Verehrung an Geld, welches marl Stubenheizen oder Stubenhitz nannte. Die Nahmen derer, welchediese Stubenhitzen schickten, wurden auf einer jeden Zunft und Gersellschaft alle Jahre in eine große Tafel aufgeschrieben, die zur Zierdeaufgehängt ward.
An diesem Tage haben sowohl Fremde als Einheimische die Freyeheit, ausser dem Musiksaal auch das Zeughaus und die Bürgerbiblio-thek zu besichtigen. Der Abend wird mit Gastereyen und Lustbar-keiten beschlossen.
Aschermittwoch.
Pabst Gregor der Große hat diesen Tag als das Haupt, oderden Anfang der vierziglägigen Fasten, dazu angeordnet, daß an dem-selben die in dem vorhergehenden Jahr geweihten Palmzweige ver-brennt, die Asche'davon geweiht, und hernach von dem Priester denenzum Altar herzutretenden Personen zum Zeichen der Buße auf ihreHäupter sollte gestreut werden, wozu der Priester die Worte sprach:Illernsnto quia cinises, et in cinerem converteris: d. i. gedenke,daß du Asche bist, und wieder zu Asche wirst verwandelt werden.
An diesem und an den folgenden Tagen pflegten ehedem alljähr-lich die Züricherischen Mezgermeister, in Harnisch gekleidet, einenUmzug in der Stadt zu halten, zum Andenken der Ao. 1350 amSt. Matthias Abend geschehenen Zürcherischen Mordnacht, bey wel-cher Begebenheit sich damals die Züricherischen Mezger mit ihrenSchlachtbeilen durch besondere Tapferkeit auszeichneten. In einemalten von der Stadt Zürich handelnden Manuscript steht hierüber fol-gendes: »Und dieweil die Mezger sich also redlich und tapfer gehal-ten, ist ihnen, und ihren ewigen Nachkommen von einem Rath zrr