4: vom Nationalstolze,
bey ihrem Anblick erkranken. Wir liebeninsgemein solche Leute unendlich mehr, dieaus Gefälligkeit oder Dummheit mit unsunrichtig urtheilen ; als solche, die unskönnten zu verstehen geben, daß wir un-richtig urtheilen.
Eben so wenig als die Auster in ihrerMuschel die Welt kennt, eben so wenigkennt ein Mensch in diesem moralischenNebel den Werth der Dinge. Von den-selben Gegenständen immer umgeben, wirder in Ewigkeit nichts für wahr halten,als was er glaubt; er wird seinen Glau-ben jedem unter die Nase reiben; er al-lein wird in seine» Augen alles in allem seyn,und jeder seinen Meinungen nicht anhän-gende Mensch nichts. Solche Leute hal-ten es immer für eine allgemeine Maxi-me , daß jede relative Grösse eine wirkli-che Grösse sey; umsonst giebt man ihnen