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J. G. Zimmermann vom Nationalstolze / Johann Georg Zimmermann
Entstehung
Seite
288
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»88 vom Nationalstolze,heit der Stände und des Ansehens, wirdin einigen neuern Republiken der äusser«liche Schein der Gleichheit bestmöglichstbeybehalten. Die Herren behandeln sichunter einander, als wenn sie alle von glei,chcm Adel wären, als wenn sie alle die-selben Glücksgüter besässen, als wenn siealle gleich viel Verstand, gleich viel Ein-sichten , gleich viel Tugenden hätten. Oh-ne den Schirm einer hohen Stelle ist dasVerdienst da allemal der Brennpunkt deSNeides. Hingegen begegnen diese Herrenzusammengenommen den Unterthanen ih-rer Republiken mit Sanftmuth, mit Höf.lichtest, mit Liebe; sie scheinen alle nachjenen wolthätigen Tugenden zu streben,dem Werke einer aufgeklärten Vernunft,und der wahren Ursach, warum man lie-ber über glückliche und freye MenschenHerr ist, als über eine Heerbr Sklaven.