Der Freygeist. 6z
Johann. Er den un feigen? <»— Wo ist Aras-pe?-
Adrast. Beym Lisidor.
Johann. Araspe beym Lisidor? Araspe?
Ldrast. Ja, Theophans Vetter.
Johann. Was frage ich nach des NarrenVetter? Ich meyne Araspen. -—
Ldrasi. Den meyne ich auch.
Johann. Aber — —
Zdrast. Aber siehst du denn nicht, daß ichrafend werden möchte? Was plagst du mich nbch?du hörst ja, daß Theophan und Araspe Vetternsind.
Johann. Zum erstenmal in meinem Leben.
>—- — Vettern? Ey? desto besser; unfcre Wech«sel bleiben also in der Freundschaft, und Ihr neuerHerr Schwager wird dem alten Herrn Vetterschon zureden-
Ldr-ast. Du Dumkopf! Ja, er wird ihm zu-reden, mich ohlv Nachsicht unglücklich zu ma-chen. — Bist du denn so albern, es für einen Zu-fall anzusehen, daß Araspe hier ist ? Siehst du dennnicht, daß es Theophan muß erfahren haben, wieich mit seinem Vetter stehe? daß er ihm Nachrichtvon meinen Umständen gegeben hat? daß er ihngezwungen hat, über Hals über Kopf eine so wei-te Reise zu thun, um die Gelegenheit ja nicht zuversäumen, meinen Ruin an den Tag zu bringen,und mir dadurch die letzte Zuflucht, die Gunst desLifidvrS, zu vernichten?