oder das Soldatenglück. -41
Das Fräulein. Ich bin nicht befugt, meineNeugierde so weit zu erstrecken.
v. Tellheun, Wie? Sie trennen mein Schick,sal noch von dem Ihrigen? — Aber warum stehich an, es zu erbrechen? — Es kann mich nichtunglücklicher machen, als ich bin; nein, liebsteMinna, es kann uns nicht unglücklicher machen;'— wohl aber glücklicher! — Erlauben Sie, mein
Fräulein! (erbricht und liefet den Brief, indeß daß der Wirth«n die Seene geschlichen kömmt)
Achter Auftritt.
Der Wirth. Die vorigen.
Der Wirth, (gegen die Franciska) Bst! meinschönes Kind! auf ein Wort!
Franciska. (d-e >,» um, nähert) Herr Wirth?>— Gewiß, wir wissen selbst noch nicht, was in! dem Briefe steht.
Der Wirth. Wer will vom Briefe wissen ? —Ich komme des Ringes wegen. L>as gnädigeFräulein muß mir ihn gleich wiedergeben. Just istda, er soll ihn wieder einlösen.
Das Fraulein. (die sich indeß gleichfallt dem Wirthe
genähert) Sagen Sie Iusten nur, daß er schon einge-löset sey; und sagen Sie ihm nur von wem; von mir.Der Wirth. Aber —
Das Fräulein. Ich nehme alles auf mich;gehen Sie doch ! (der Wirth geht ab.»
Vr
Neun-