Band 
Erster [und zweiter] Band.
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macht; in einem Walde nicht weit von hier sitzt einzwanzigjähriger Jägerssohn, welcher noch kein Weibangesehen hat; denn er ist blind geboren. Deswegenist er auch zu Nichts zu gebrauchen, als zum Garn-flechten und hat vor einigen Tagen ein neues, sehrschönes,Schnepsengarn zu Stande gebracht. Aber alsder alte Jäger es zum ersten Male ausspannen wollte,kam ein Weib daher, welches ihn zur Sünde ver-locken wollte; es war aber so häßlich, daß der alteMann voll Schreckens davon lief und das Garn amBoden liegen ließ. Darum ist ein Thau darauf ge-fallen, ohne daß sich eine Schnepfe fing, und waralso eine gute Handlung daran Schuld. Als er desandern Tages hinging, um das Garn abermals aus-zuspannen, kam eben ein Reiter daher, welcher einenschweren Mantelsack hinter sich hatte; in diesem warein Loch, aus welchem von Zeit zu Zeit ein Gold-stück auf die Erde fiel. Da ließ der Jäger dasGarn abermals liegen und lief eifrig hinter demReiter her und sammelte die Goldstücke in seinenHut, bis der Reiter sich umkehrte, es sah und vollGrimm seine Lanze auf ihn richtete. Da bückte derJäger sich erschrocken, reichte ihm den Hut dar undsagte: Erlaubt, gnädiger Herr, Ihr habt hier vielGold verloren, das ich Euch sorgfältig aufgelesen!Dies war wiederum eine gute Handlung, indem das