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oder auf den Bänken schlafen muffen. Rechttkun ist überhübsch. Darum sei du nur ein braves Kind, dann bist duauch reich und schön."
Diese einfache, christliche Grundlage hatten SalomelisEltern bei Erziehung ihres Kindes, und wir werden sehen,wie alle drei auf diesem Wege noch überaus glücklich wer-den, und zwar um der Hauptsache willen, weil die Elterngut beteten, gut arbeiteten und ihr Kind durch eigenes.Bei-spiel Rechtthun lehrten.
Zum Schlüsse dieses Kapitels nur ein einziges BeispielVon Mutter Marei's Ehrlichkeit.
Sie wob ihr Tuch für den alten Wirth im Sternenberg ,welcher damals ein großer Fabrikant war, und brachte zujedem «Stück, das dick und sauber gewoben war, manchmal
' drei bis vier Strängli des übrig gebliebenen Eintrages zu-rück. Und wenn der Wirth das Tuch stabete, waren oft
< zwei bis drei Ellen über das Maß hinaus. Da sprach derWirth zu sich selbst: „Von allen meinen Arbeitern machtkeiner die Sache so brav und treu, wie d'Marei auf derMatt; darum soll sie auch dafür belohnt werden, wie ich dieUntreuen bestrafe, wenn ich dahinter komme. Es ist nichtMehr als billig; man soll in Einem so gerecht sein, wie imAndern."
< Und er gab ihr immer einige Schillinge mehr Lohn als
! den Andern, welche Resten vorn Tuche schnitten, Gänge ab- ,wanden, mehrere Strängli Eintrag wegnahmen und alles >dieß für sich behielten. -i
Marei wußte aber nicht, weßwegen sie mehr Lohn be- 1komme, und wenn etwa hievon die Rede war, so sagte sie eS 1«Mch andern Leuten und freute sich darüber. l
Dann beklagten sich Viele beim Fabrikanten und frag-ken: „Heh! warum gibst du uns weniger Lohn als der l!Marei auf der Matt? — Wir machen doch auch rechtes VTuch.»