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Lise und Salome die beiden Webermädchen : eine Erzählung aus dem Volksleben / von Jakob Stutz
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Salomeli gerichtet, welcher ihm auf allen Wegen und Ste-! gen nachging und that, als wollte er Leib und Leben fürsie lassen.

Es ist wahr, Salomeli sah ihn nicht ungern; denn erwar ein hübscher Bursche; sie konnte ihn ja nur mit Men-schenaugen betrachten, welche Niemandem ins Herz hinein> zu schauen vermögen. Auch wußte man ihm eigentlich nichtsBöses nachzusagen, was Salomeli am meisten für ihn ge-, neigt machte.

Und weil sie nie ein Geheimniß vor ihren Eltern hatte,offenbarte sie ihnen auch bald, daß dieser junge Mensch umidre Hand werbe, und daß sie ihm nicht abgeneigt wäre.Auch den Eltern gefiel er nicht übel; man wisse nichts Bösesvon ihm, seine Eltern hätten zu leben und so würde er füri ihr Salomeli wohl passen, jedoch soll es diesem Gedankennicht zu sehr nachhängen; wenn es ihm bei dieser wichtigenSache aufrichtiger Ernst sei, müsse er vorerst bei ihnen an-fragen und bis dahin soll es sich weislich hüten vor Allem,was nicht recht wäre und ihm Schaden bringen könnte, wasj auch Salomeli treu zu befolgen versprach.

Dieser junge Mensch, welcher Konrad hieß, kam denSommer über fast jeden Sonntag mit Kameraden auf dieMatt, gesellte sich bisweilen zu den jungen Leuten auf dert l Fahrnegg, wo Salomeli auch oft zugegen war, und er nahm

- auch gerne Antheil an deren fröhlichen Spielen. Man merkte: bald, daß ihm Salomeli gewiß lieb sein müsse; denn er

> !>Neinte, es sei ihm Alles geschenkt, wenn er neben sie hin-

> sehen oder sie bei gewissen Spielen einsangen konnte. Ging>van wieder nach Hause, so begleitete er sie jedesmal bis zu

: ihrem Gärtchen und Salomeli mußte ihm dann noch ein; Älumensträußchen geben, was es auch recht gerne that, und: bie Blumen, welche Konrad besonders liebte, von dieser Zeit! l>n auch besonders pflegte.

- Salomeli war bisher von übelwollenden Leuten unange-f ! lochten geblieben, aber nun erwachte der Neid einiger junger

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