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Lebensretter meiner Tochter!" Konrad wußte kaum wie ihmgeschah, so sehr war er überrascht, den wilden Mann sozahm, so sanft und freundlich zu sehen. Nun glaubte er fest,Gott werde Alles zum Besten lenken. Auch Lift zeigte sichaußerordentlich freundlich, züchtig und liebreich, und Konradmeinte, sie habe sich ganz geändert.
Konrad mußte sich an das Krankenlager des leidendenVaters hinsetzen und dieser hub dann seufzend an: „Konrad,ich habe dir und meinem Kinde höchst unrecht gethan, weß-wegen ich auch so hart gestraft worden bin. Nun, ich habees verdient. Lift hat mir so eben erzählt, in welche Angstund welche Lebensgefahr ich sie getrieben und wie du sie,i gleich einem Engel vom Himmel, vom Tode gerettet habest,l Dank dir, taufend Dank! 2ch will es dir so gut als immer! möglich vergelten. Holet ihm doch zu essen und zu trinken!"So schien der Vater wieder die beste Seele zu sein.
Konrad erbot sich, diese Nacht hier zu wachen, was demVater sehr lieb war.
Von dieser Zeit an wurden Anstalten zu Lise's Hochzeitgetroffen, was, wie natürlich, unter den Leuten viel zu redenl gab. Die Einen gönnten Konrad seine Braut, die Andernmißgönnten sie ihm. Auch Salomeli gönnte sie ihm nicht,l aber aus weit edlerm Grunde als jene Leute, es that ihrt weh, Konrad nicht glücklich zu wissen, denn sie liebte ihnnoch, aber mit Schwesterliebe.
Neummdzwanzigstes Kapitel.
„Möchtet ihr es heute erkennen, was zu euermFrieden dient."
Wenn eine verwahrloste Gemeinde einen trefflichenSeelsorger, gute Vorsteher und gute Lehrer erhält, muß sich