Erſter Theil. 19
gleichen Helden-Thaten anzufeuren, insge-mein ab. Allein das ſchwache Gedaͤchtniß derMenſchen war kein genugſam ſtarcker Dammwieder die alles hinraffende Zeit, ſintemahl alledieſe Lieder und zugleich alle Helden-Thatender Alten mit ihnen ſchon laͤngſt in demStaub der Vergeſſenheit begraben liegen.Sonſten ſind die Thaten der alten und neuenHelbetier ſo beſchaffen, daß ſie unbeſchaͤmtauf die groſſe Schau- Buͤhne der Welt undaller Zeiten hervortreten, und in Anſehen derDapferkeit, Treue und guten Entſchlieſſung,mit allen Voͤlckern der Welt um den Vorzugſtreiten doͤrffen. Haͤtte nur ein GriechiſcherKenophon oder Thycydides, oder ein Roͤmi-ſcher Livius oder Tacitus ihnen ſeine geiſtreicheFeder leihen wollen, ſo haͤtten ſie mit dem Glantzihrer Helden-Thaten die gantze Welt und alleZeiten erfuͤllet; dahingegen wegen Mangeleigener Geſchicht-Schreiber aus den Griechi—ſchen und Roͤmiſchen Scribenten nur noch et-liche ſchwache Strahlen dieſes Glaͤntzes durchdie Dunckelheit des Alterthums hervorblicken.Der Alten nun zu geſchweigen, ſo geben
uns die neuere Zeiten Materie genug an dieHand, die gantze Welt von der Helvetier Da-pferkeit und Helden-Muth zu uͤberzeugen. DerAnfang des Helvetiſchen Bunds und ſeine Kind-heit hat ſchon gezeiget, was aus demſelben wer-den wollte. Drey Maͤnner, von aller HuͤlffeB 2 ent-