56 Geſchichte der Schweitzer.
gen die gantze Waat zu dem Pago Urbigeno.Andere aber unterſcheiden die Oſt-Seiten inzwey Theile, nemlich das Thur⸗und Zuͤrichgaͤu;die weſtliche aber in das Aergaͤu, und Wiff-lisburgergaͤu, und machen aus der Waat einenfuͤnften Pagum, nemlich Pagum Antuaticum,auf beyden Seiten des Lemaner-Sees;gegen Mittag bis an die Salaſiſche und Cen-troniſche Gebirge, und gegen Mitternacht bisan den Jura; welcher Strich Lands hernachEqueſtris genannt worden von einer beruͤhmtenColonie oder Pflantz⸗-Statt Roͤmiſcher Rit-ter; von welchen noch der Theil dieſes Landsgegen Mittag/ und auf der Saphoyſchen Sei-ten Chablais von dem Lateiniſchen Wort Ca⸗—ballus genannt wird.
Der beruͤhmte Helvetiſche Geſchicht⸗Schrei-ber Guillimann ſetzet gegen Oſten nur einenPagum, nemlich den Tigurinum; gegen Weſtenaber drey, nemlich Verbigenum das Aergaͤu,Aventicenſem das Wifflisburgergaͤu, und An-tuaticum die Waat: Wrr uͤberlaſſen aber ei-nem jeden aus obgeſetztem zu erwehlen, wasihm am wahrſcheinlichſten zu ſeyn beduncket;Nur wollen wir dieſe allgemeine AbtheilungHelvetiens in Oſt und Weſten, da der ReußStrohm, ſo aus den hohen Alpen von Mittaggegen Mitternacht flieſſet, die Graͤntz⸗Schei-dung machet, beybehalten; weilen dieſelbe inFortſetzung unſrer Geſchichte uns groſſes 5
geben