Vierdten Theils zweytes Buch. 29
Das zweyte Buch.ban alle Menſchen von Natur ins-
gemein mehr zum befehlen als aber ge-
horchen geneigt, ſo kommt es doch die-
jenige, die der Regierung niemahl theilhafftiggeweſen, nicht ſo ſchwer an, wann ſie von der-ſelbigen ausgeſchloſſen werden, als es aber die-jenige, die ihre Suͤſſigkeit einmahl geſchmecket,ſchmertzet, wann ſie derſelbigen ſich muͤſſen be-raubet ſehen. Deſſen koͤnnen uns die verſtoſ-ſene Zuͤricheriſche Regenten, zu welcher Stadtwir unſere Geſchicht⸗-Feder fuͤr dießmahl wie-derum wenden, zu einem heitern Beyſpiel die-nen. Eine Zeit von vierzehen Jahren, ihreoͤfftere und eidliche Verſicherungen wider dieStadt Zuͤrich nichts feindliches zu beginnen,der allgemeine Jammer, in welchen die grau-ſame Peſt das menſchliche Geſchlecht geſetzet,konnten dieſe Banditen nicht hindern, daß ſienicht mitten in der Zeit, da der Tod ſo grim-miglich geherrſchet, die Herrſchafft uͤber Zuͤrichwiederum geſucht, und getrachtet haͤtten, die-jenige, denen dieſer allgemeine Menſchen⸗Wuͤr-ger verſchohnet, abzuwuͤrgen, und durch derſel-bigen Tod ſich ſelbſt in die verlohrne Regierungfriſcherdinge einzudringen. Graf Hans vonRappers weil ſollte ihnen hierzu behuͤlfflich 125le-