Vierdten Th. dreyzehendes Buch. 347
Helffer mit ihm in den Bann gethan, warum ſol-ten ſie ſeines Verbrechens wegen ſich in zeitli-ches und ewiges Ungluͤck ſtuͤrzen. Sie ſelbſtſeyen der Belagerer Macht nicht gewachſen, derHertzog ſey nicht einmahl im Lande, von andernOrten haben ſie keine Huͤlffe noch Rettung zu hof-fen; alſo ſehen ſie nichts, als den gaͤntzlichen Un-tergang ihrer Stadt, Leibs und Guts, auf ver-weigerte Ubergabe vor ſich. Alle Staats⸗Rechtegeben mit, daß wann eine Stadt mit einem feind-lichen Heer uͤberzogen, ſolche auch nicht Krafft ge-nug ſich zu ſchuͤtzen, noch von ihrem Fuͤrſten eini-che Huͤlffe zu gewarten hat, dieſelbige Urſachengenug habe, ihre Verwahrung vor feindlicherVerwuͤſtung, ſo gut ſie koͤnne, zu ſuchen, undauch nach der Vorſchrifft der Rechte verbundenſey/ wie das Leben, alſo auch die Freyheit Haabund Gut in Sccherheit zu ſetzen, wohin das Ge-ſetze der Natur ſelbſt leite. Weil auch ein nichtgeringes Stuͤck der Klugheit ſey, wiſſen derZeit zu weichen, der Noth aus dem Weg zu tre-ten, und mit Abaͤnderung der Sachen auch ſeinenSinn zu aͤndern, als ſey es bey ſo bewandtenDingen weit beſſer die vortheilhafftige Ubergabs-Bedinge, welche die Belagerer ſo gnaͤdig aner-bieten, anzunehmen, und durch Übergebung dieStadt/ Haus und Hof, Leib und Leben zu retten,als aber durch hartnaͤckigen und unvernuͤnfftigenWiderſtand ſich unter dem Schutt ſeines Vater-lands begraben zu laſſen. Dieſe ee be-hielt