64 Geſchichte der Schweitzer.
ſie aber von Natur und Kunſt befeſtiget, auchmit vielen Bauren beſetzet waren, ſo woltendieſe nichts von der Ubergabe hoͤren. Als aberdie von Bern ihnen gedrohet, daß wann ſieſich nicht auf das foͤrderlichſte ergeben, ſie alleihre herum gelegenen Doͤrffer in Brand ſteckenwolten, machte dieſe Drohung die Baurenmuͤrbe, ſo daß ſie ohne Anſtand denen von Berndie Schloͤſſer ubergaben. Hierauf gieng derZug auf die Oeſterreichiſche Stadt Arau, wel-che von denen von Bern und ihren Verbunde—nen ſtarck beſchoſſen worden, ſo daß ſie ſich baldergeben; ſie haͤtten zwar gern die gleiche Uber-gabs⸗Bedinge mit der Stadt Zoffingen ge-habt, weil aber die Eidsgenoſſen von Bern ein-mahl den Vorſprung von denen von Lucernhatten, ſo waren ſie nicht geſinnet inskuͤnfftigedenen, ſo ſie an ſich erobern wuͤrden, ſo groſſeVortheile zu entraͤumen. Alſo mußte ſich dieStadt Arau darmit vergnuͤgen, daß ſie in glei-chem Grad der Freyheit, in welchem ſie unterdem Hauſe Oeſterreich geſtanden, auch unterihrer neuen Herrſchafft von Bern ſtehen ſolte.Wir wollen ihren Ubergabs-Brieff nicht gantzhier beyfuͤgen, ſondern denſelben nur in ſo weitberuͤhren, in ſo weit er von der Capitulationvon Zoffingen abgehet. In dem erſten Arti-cul ſchwoͤren ſie beyden Staͤdten Bern und So-lothurn Treue und Wahrheit zu leiſten, unddaß Arau ihr offen Hauß und Stadt ſeyn ſol-le, doch