Fuͤnfften Theils erſtes Buch. 2
dern ein eintziger von dem Concilio aus- widerdieſes Heer geſchoſſene, oder nur angedroheteBann Strahl koͤnnte vielleicht dieſes gantzeHeer ohne Schwertſchlag zerſtreuen; manmuͤſſe die Segel nach dem Winde lencken, undwas man mit Gewalt nicht haben koͤnne, durchDemuth und Unterwerffung zu erlangen trach-ten. Er ſolle mit ihm wiederum auf Conſtantzkommen, und den Kaiſer um Verzeihung bit—ten, diß ſey der kuͤrtzeſte Weg, aus dieſem ge-faͤhrlichen Irrgarten zu kommen; er verſprecheihm, bey Ihrer Kaiſerlichen Majeſtaͤt nach-drucklich das Wort zu reden, und ihn mit der-ſelben wiederum auszuſoͤhnen. Hertzog Frie-derich, als er geſehen, daß er in dieſen ſaurenApffel beiſſen mußte kam mit ſeinem Schwa-ger auf Conſtantz, dieſer aber bemuͤhete ſich ſehrſeine Verſoͤhnung bey dem Kaiſer auszuwuͤr-cken. Der Kaiſer ließ ſich endlich erweichen,und dieſen ungluͤckſeligen Fuͤrſten in dem groſſenRefectorio der Barfuͤſſer, und zwar um ihndeſto mehr zu beſchimpffen, in Gegenwart al-ler welſchen Fuͤrſten und Bothſchaffter vorſich kommen, allwo Pfaltz⸗Graf Ludewig, undFriederich, Burg-Graf von Nuͤrenberg, mitdem geaͤchteten Friederich einen demuͤthigenFußfall thaten„ und den Kaiſer fuͤr ihn umGnade und Verzeihung anfleheten. Der Kai-ſer fuhr den Hertzog anfaͤnglich mit rauhenWorten an, befahl ihm ernſtlich den gefuͤch-
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